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Verheißungskirche

Foto: A. Salomon-Prym

 

Schattenspiele auf dem Giebelfenster

Von der Straße her nur schwer zu erkennen, aber es ist ein richtiges Zelt. Erst wenn ich die schwere, etwas abweisend wirkende Eingangstür hinter mir habe, erschließt sich mir der ganze Innenraum der Kirche. Hoch und hell. Das Licht fällt durch die große, verglaste Giebelfront. Schattenspiele auf dem Fenster, wenn die Sonne durchkommt.

 

Leuchtender Altar

Darunter, vor der dunklen Backsteinmauer, der Altar. Ein Monolith aus hellgrauem Granit. Schlicht und einladend mit den hohen Kerzen und dem silbernen Kreuz. Ein bunter Tupfer das Parament auf dem Altar.

 

Gottes Schöpfung - und ich mitten drin

Durch die offenen Seiten fällt mein Blick in die Gärten links und rechts, als ob die Seitenteile eines Zeltes hoch geklappt sind. Für mich ist das ein Ort der Ruhe und der Sammlung. Nichts engt mich ein. Gottes Schöpfung  in den Gärten, die Sonne durch das Giebelfenster, die Höhe des mit hellem Holz verkleideten Zeltinnenraumes. Hier kann ich Gott nahe sein, im gemeinsamen Gottesdienst oder auch allein im Gebet.

Als ich die Kirche vor vielen Jahren das erste Mal betrat, dachte ich mir: „Eigentlich etwas kahl das Ganze.“ Erst im Laufe der Jahre hat sich mir die Vielfältigkeit des Gottesdienstraumes erschlossen. Zu jeder Tageszeit, zu jeder Jahreszeit anders. Ich fühle mich dort jederzeit gut aufgehoben.

Siegfried Knobloch