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Gespräche mit Konfirmanden

Lebensstationen

Foto: Lotz

Kevin

präsent: Kevin, warum hast Du Dich für den Konfirmationsunterricht entschieden?

Kevin: Meine Taufe haben meine Eltern für mich entschieden. Mit der Konfirmation bekenne ich mich selber zum Glauben.

präsent: Was war in dieser Zeit besonders wichtig für Dich?

Kevin: Dass wir viel selber gemacht haben. Wir haben etwa Plakate gemacht zur Jahreslosung „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig" oder Kirchenfenster gestaltet - und dann darüber geredet. Es ging um das, was man selber denkt. Das finde ich gut, und das hatte ich mir so gar nicht vorgestellt.

präsent: Was bedeutet Kirche für Dich?

Kevin: Glaube und Kirche bedeuten für mich Geborgenheit und Schutz.

präsent: Wie findest Du als Jugendlicher unsere Gemeinde?

Kevin: Ich finde die Jugendgottesdienste besser als die normalen Gottesdienste. Da gibt es Rollenspiele, die Themen sind besser zu verstehen. Der Ablauf am Sonntag ist schwer verständlich mit dem Kyrie und so.

präsent: Kannst Du Dir vorstellen, nach der Konfirmation in der Gemeinde aktiv zu sein?

Kevin: Mein Cousin ist Teamer im Kindergottesdienst, und ich hätte auch Lust dazu. Aber ich weiß nicht, ob ich das zeitlich schaffe neben Schule, Klavier, Schwimmtraining und den Wettkämpfen. Die sind ja auch oft am Sonntag.

präsent: Was rätst Du Jugendlichen, die überlegen, sich für den Konfirmationsunterricht zu entscheiden?

Kevin: Ich würde ihnen raten, es zu machen. Konfer bringt Spaß. Ob zwei Jahre oder „Konfer-Kompakt" - das ist Geschmackssache. Aber ich meine, sie sollten an Gott glauben, sonst bringt es einem nichts.

präsent: Kevin, vielen Dank! Alles Gute.

Celina

Celina ist fast 14. Schon vor ihrem Konfirmandenunterricht hatte sie sich als Teamerin engagiert, z.B. in der Kinderkirche. Durch die zwei Jahre ihrer „Konfizeit" fühlt sie sich noch stärker an Kirche gebunden. Sie sei noch aktiver geworden.

„Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, wenn du dich für andere engagierst und Verantwortung übernimmst", erklärt sie.

Durch den Unterricht hat sie sich vertieft mit verschiedenen Themen befasst. Das habe ihr neue Erkenntnisse gebracht und sie zu eigenen Vorstellungen geführt.

„Gott ist für mich gewachsen, er ist vielfältiger geworden als früher."

Am wichtigsten waren für sie die Einheiten über „Tod" und über das Glaubensbekenntnis. Klar gibt es immer noch vieles, was sie nicht versteht, gerade manche Texte im Gottesdienst.

„Aber es stört mich nicht. Ich frage dann auch nach."

Beeindruckend ist für sie, dass die Gemeinschaft im Gottesdienst so ernst genommen wird. Dafür nimmt sie schon mal eine lange Predigt in Kauf. Richtig gut findet sie die „Neue-Wege-Gottesdienste". Ihr Rat für zukünftige Konfis: Konfer soll man machen, wenn man wirklich etwas mehr von Gott wissen möchte und Kirche besser kennenlernen will.

Ihr Rat für unsere Gemeinde: „Was hier läuft für Jugendliche ist schon ziemlich gut. Kirche soll Themen behandeln, die für Jugendliche wichtig sind!" Und dann wird sie auch schon von energischen Kinderstimmen aus dem Nebenraum des Immanuel-Hauses gerufen, wo sie während der Frühjahrsferien das Ferienprogramm betreut.

Saskia

präsent: Saskia, warum hast Du Dich für den Konfirmationsunterricht entschieden?

Saskia: Ich habe schon immer einen Bezug zur Kirche gehabt. Früher habe ich in der  Kantorei am Markt mitgesungen. Und nachdem mein Bruder konfirmiert worden war, wollte ich mich selber mehr über Gott informieren.

präsent: Was war in dieser Zeit besonders wichtig für Dich?

Saskia: Wir haben einen eigenen Psalm geschrieben. Das war richtig schön. Und spannend fand ich den Besuch in der Bahnhofsmission. Weihnachten habe ich im Krippenspiel die Maria gespielt. Da habe ich gefühlt, wie das ist, abgewiesen zu werden, obwohl man in Not ist.

präsent: Was bedeutet Kirche für Dich?

Saskia: Dort kann man mit anderen Menschen Leid teilen. Z.B. das, was am 11. September passiert ist. Oder die Ermordung der jüdischen Kinder in Frankreich.

präsent: Was rätst Du als Jugendliche uns als Kirchengemeinde?

Saskia: Im Gottesdienst finde ich es gut, wenn es mehr Bewegung gibt - z.B. aufzustehen bei Gebeten - das schafft mehr Abwechslung. Und Kirche sollte die Themen aufnehmen, die für Jugendliche aktuell sind, z.B. Facebook.

präsent: Nach welchem Kriterium hast Du Deinen Konferspruch ausgesucht?

Saskia: Es ist ein Spruch, der eine Beziehung zu Gott herstellt und mir hilft im Leben, gerade, wenn es mir nicht so gut geht.

präsent: Vielen Dank, Saskia, und alles Gute für Dich!