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Bildersprache Ökumene

Ökumene willkommen

Im Themenjahr Bild und Bibel der Reformationsdekade fragten wir in der ökumenischen Nachbarschaft nach Umgang mit und Bedeutung von Bildern in den jeweiligen Kirchen. Die besonderen Akzente, die sichtbar werden, sind einer der Schätze eines ökumenischen Miteinanders, wie es in Niendorf und Hamburg gelebt wird.

Dafür sind wir dankbar!

 

 

Wie halten es Baptisten mit Bildern?

Wer eine Baptistengemeinde besucht, wird vergeblich nach ausgemalten Deckengewölben oder nach Altarbildern Ausschau halten. Das ist nicht allein in Hamburg so, auch baptistische Gottesdiensträume in anderen Städten und Ländern sind ähnlich schlicht gestaltet.

Typisch für die Architektur von Sakralräumen ist eine Ausrichtung des Raumes auf die Kanzel. Gestalterisch wird so die theologische Überzeugung umgesetzt, dass die Verkündigung des Evangeliums im Zentrum des Gottesdienstes steht. Ein „Bilderverbot“ gehört trotzdem nicht zu den baptistischen Glaubenssätzen. Bilder kommen immer wieder in Gottesdiensten oder Andachten zum Einsatz, etwa um einen meditativen Zugang zu den biblischen Passionstexten zu finden.

In der Kirche am Krankenhaus ist gut sichtbar ein Relief angebracht, das die Sturmstillung zeigt. Schon oft hat mir diese Darstellung vor Augen gehalten, dass ich in meinen Stürmen nicht alleine segele.

Pastor Dr. Thomas Illg
Kirche am K
rankenhaus

Ikonen sind wie ein Fenster

Bilder, im Kontext der orthodoxen Kirche Ikonen genannt, sind unverzichtbares
Kennzeichen eines orthodoxen Kirchenraumes. Ikonen sind, genau wie
Weihrauch, Kerzen und Gesang, kein Element der Ausschmückung. Sie sind Teil
der Vorstellung, dass in den himmlischen Welten ein immerwährender Gottesdienst
gefeiert wird, und wir für die Zeit des Gottesdienstes eingeladen sind, mit hinein zu tauchen in diese Wirklichkeit Gottes.

Ikonen sind dabei wie Fenster zu dieser besonderen Wirklichkeit, während der Gesang mit seinen Worten so etwas wie der Wind ist, der uns in diese Wirklichkeit trägt. Ikonen sollen nicht einen Ausdruck des Künstlers darstellen, sie weisen auf das Geheimnis Gottes hin und sind eher wie eine Brücke zu dem Eigentlichen.

 

Irina Gerassimez

Chorleiterin der
Russischen Kirche Hlg. Prokop

Ansichten und Einsichten

Wir machen uns „selbst ein Bild“. Im wahrsten Sinn des Wortes. Alle paar Jahre zeigen unsere Gemeindeglieder und Gemeindefreunde, was sie künstlerisch können - mit einer Ausstellung. (Bilder, Skulpturen, Fotos usw.)

Die Ausstellungen stehen unter einem Thema, das es mit der Bibel zu tun hat. „Ebenbild“, „Weg des Lebens“... Dazu gibt es inspirierende Ansichten und Einsichten, Führungen jede Stunde (bei denen der Bezug zur Bibel erklärt wird), Mitmachaktionen, Angebote für Kinder…

Die Besucher können bei einem Gang durch die Exponate entdecken, wie Gott sie sieht und was er Gutes mit uns Menschen vorhat.

 

Eberhard Müller
Freie ev. Gemeinde Niendorf