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Aktuelles

Kirche für Zuhause

Auch wenn gerade unsere Kirchenräume geschlossen sind - Kirche in Niendorf ist nicht abgesagt. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Aktionen


Gottesdienste zum Schulanfang

Alle ABC-Schützen sind herzlich eingeladen mit ihren Familien zu unseren Gottesdiensten zur Einschulung am Montag, 10. August, um 17 Uhr in der Verheißungskirche mit Pastorin Maren Trautmann und um 18 Uhr in der Kirche am Markt mit Pastor Dr. Hendrik Höver.

Es gelten die üblichen Abstands-und Hygieneregeln und in der Kirche muss bitte eine Mund-Nasenbedeckung getragen werden. Trotzdem werden wir schöne Gottesdienste feiern und den Kindern einen Engel mit auf den Weg geben. Kommt zahlreich!

Gottesdienste zum Schulanfang
Montag, 10 August:
18 Uhr, Kirche am Markt mit Pastor Dr. Höver
17 Uhr, Verheißungskirche mit Pastorin Trautmann

HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Wir laden Sie herzlich ein in unsere wöchentliche "HomeChurch" oder besser "Kirche für Zuhause", die Sie hier mit einer Andacht unseres Pastor*innen-Teams jede Woche neu auf unserer Webseite finden oder jeden Sonnabend per E-Mail erhalten können.

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter "Kirche für Zuhause" frei Haus. Zünden Sie sich für Ihre HomeChurch gerne eine Kerze an und stimmen Sie in Gedanken verbunden mit uns ins Gebet ein. Auf Wunsch erhalten Sie unser Angebot auch per Post. Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten an der Orgel oder dem Klavier.

Andachten der Sommerpredigtreihe als PDF-Download:
 

Andacht zum neunten Sonntag nach Trinitatis, 09.08.20

Hier können Sie die Andacht zum neunten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Maren Trautmann auch als PDF herunterladen.

Wo immer Sie diese Andacht lesen und feiern - wir sind miteinander verbunden im Vertrauen auf Gottes Gegenwart. Amen.

Heute geht es um die Aufgaben, die wir manchmal in unserem Leben bekommen. Nicht immer sind sie einfach. Von einen, dem auch eine schwere Aufgabe gegeben wurde, handelt der Predigttext: Heute geht es um den Propheten Jeremia.

Wenn Sie mögen, stimmen Sie ein in Worte aus Psalm 139, den wir für diesen Monat in einer modernen Übersetzung für Sie ausgesucht haben

Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Gott, du kennst mich, du achtest auf mich, nie gibst du mich verloren. Ob ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe. Alle meine Wege sind dir bekannt, alles, was ich denke und sage — du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen vor Dir.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Wenn ich in Schwierigkeiten oder krank bin, wirst du mich begleiten. Dafür danke ich dir. Meine Dunkelheiten werden hell durch Dich. Die Nacht leuchtet - wie der Tag!
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Nächtelang denke ich über dich nach und ich komme an kein Ende. Erforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, sieh meine Wünsche und Gedanken. Und wenn ich nicht weiterweiß, wenn ich irre gehe, dann hilf mir heraus.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Der Predigttext für heute steht im Buch des Propheten Jeremia, im 1. Kaptel. Es geht um Jeremias Berufung. Dort lesen wir:
4 Und des Herrn Wort geschah zu mir: 5 Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.6 Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. 7 Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. 8 Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr. 9 Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10 Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

„Mach du das mal, du kannst das besser.“ Oder: „ach du das mal, du hast so viel Erfahrung damit.“ Kennen Sie solche Sätze? Na klar, oft meint man das, was man sagt genauso, aber manchmal dienen solche Sätze auch dazu, sich eine unangenehme Aufgabe oder eine unbequeme vom Hals zu halten.
Der Prophet Jeremia will ich auch eine Aufgabe vom Hals halten: Prophet soll er werden und er sagt: Dazu bin ich doch noch viel zu jung. Denn er weiß, Prophet zu sein, das ist zwar ehrenvoll aber wenn wir ehrlich sind ein eher undankbarerer Job. Man ist alles andere als beliebt. Nicht umsonst sagen wir ja auch: Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Denn das ist sein täglich Brot: Menschen Mitteilungen machen von Gott, unbequeme Mitteilungen, die niemand hören möchte. Nachrichten wie: Ändert euer Leben, kehrt um, werdet fromm, haltet endlich meine Gebote.
Da kann man schon mal erfinderisch werden, wenn es darum geht, diese Aufgabe von sich zu weisen und gegen die Selbsterkenntnis — ich bin zu jung, kann Gott doch eigentlich nichts einzuwenden haben, oder? Gott sieht das anders und ermahnt Jeremia:
Sage nicht: „Ich bin zu jung“, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten.
Gott weiß es besser. Er lässt Jeremias Versuch, sich vor der großen Herausforderung ein Prophet zu werden, nicht durchgehen. Gleichzeitig aber lässt er Jeremia nicht allein mit der großen Aufgabe, sondern verspricht ihm: Ich bin bei dir!

Manchmal ist es nötig den Mund aufzumachen. Manchmal muss man reden oder handeln. Kann etwas nicht durchgehen lassen und totschweigen. Das kann im günstigsten Fall einfach nur unbequem sind, dass kann je nach Situation aber auch gefährlich werden. Wer Zivilcourage zeigt, begibt sich nicht selten selbst in Gefahr.
Gerade gegenwärtig geht es ja auch viel um Wahrheit und falsche Feststellungen. Um Fake news, die in Wirklichkeit wahr sind und um alternative Fakten, die nichts als Lügen sind. Schon in Alltagsgesprächen kommt man zumindest an den Punkt, dass ein und dieselbe Situation vollkommen unterschiedlich empfunden und bewertet wird. Da auszuhalten ist manchmal schwer — denn man möchte sich ja so gerne verstanden wissen. Gleichzeitig ist es gut, sich darin zu üben und unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Wenn es aber um Unwahrheit geht und Verschwörungstheorien hört die Toleranz auf. Ob wir allerdings gehört werden von denen, die ihre ganz eigenen Quellen haben — ich bezweifle es.
Stellung beziehen, auch wenn es unbequem ist. Stellung beziehen auch mit Blick auf unseren Glauben. Auch das gibt Jeremia uns mit. Auch das kann große Verwunderung bei unserem Gegenüber erzeigen: „ie, du glaubst an Gott?“ Ja, natürlich glaube ich — und Gott sei Dank dafür.
Amen


Lied: Vertraut den neuen Wegen (EG 395) gespielt von Christian Halberstadt
1. Vertraut den neuen Wegen, / auf die der Herr uns weist, / weil Leben heißt: sich regen, / weil Leben wandern heißt. / Seit leuchtend Gottes Bogen / am hohen Himmel stand, / sind Menschen ausgezogen / in das gelobte Land.

2. Vertraut den neuen Wegen / und wandert in die Zeit! / Gott will, dass ihr ein Segen / für seine Erde seid. / Der uns in frühen Zeiten / das Leben eingehaucht, / der wird uns dahin leiten, / wo er uns will und braucht.

3. Vertraut den neuen Wegen, / auf die uns Gott gesandt! / Er selbst kommt uns entgegen. / Die Zukunft ist sein Land. / Wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. / Die Tore stehen offen. / Das Land ist hell und weit.

Gebet (gefunden auf www.velkd.de)
Fürchte dich nicht, sagst du uns, ewiger Gott.
Gründe zur Furcht gibt es viele in dieser Zeit:
Um Gesundheit, Leib und Leben,
um Vernunft, Frieden und Verständigung,
um Arbeit, Einkommen und Gerechtigkeit,
um diese Erde und was auf ihr lebt.
So fürchten wir uns aus vielen Gründen
und sollen es doch nicht.
Denn in der Furcht können wir nicht leben,
nichts Gutes wirken.

Ich bin bei dir, sagst du uns, gnädiger Gott.
Ins Leben hast du uns gerufen,
ohne dich wäre nichts da.
Durch Tage und Nächte
hast du uns schon begleitet,
in Tiefen gestärkt,
zu Höhen geführt.
Wecke in uns den Sinn,
dass du da bist, jetzt bei uns.
Damit wir ohne Furcht leben,
dich und unseren Nächsten lieben.

Ich will dich erretten, sagst du uns, barmherziger Gott.
Nach Rettung rufen so viele Menschen,
in unserem Land, in vielen Teilen der Erde.
Mach auf, zeige dich,
sende deinen Geist,
dein Licht und deine Wahrheit,
dass es hell werde,
dass die Angst vergehe.
Und mache uns bereit,
deine Mitarbeiter zu werden.

Weil du uns erretten willst,
weil du bei uns bist,
deshalb fürchten wir uns nicht,
sondern vertrauen uns dir an,
unser Leben und die, an die wir denken,
du ewiger, gnädiger, barmherziger Gott.
Gemeinsam beten wir das Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Empfang Gottes Segen: (wer mag, kann die Hände wie eine offene Schale formen)
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Musik von Christian Halberstadt: Geh auf mein Herz (EG 503)

Andacht zum achten Sonntag nach Trinitatis, 02.08.20

Hier können Sie die Andacht zum achten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diesen Gottesdienst.
Friede, Schalom, Salam.
Alles was gut ist komme über uns.
Und Gott, der sprach es werde Licht — und siehe, es wurde Licht, der weite unser Leben an diesem Tag und an allen Tagen.
Amen

Ich sehe was, was Du nicht siehts. Ein Spiel, das wir vor allem mit Kindern spielen. Es lädt uns ein, genau hinzusehen. Darum geht es in der heutigen Andacht. Dazu fordert uns Jesus auf.

Denn vertrauen wir wirklich darauf, dass alles was gut ist, über uns komme? Sehen wir schwarz oder alles rosarot? Sehen wir das Glas halbvoll — oder halbleer? Sehr große, sehr persönliche Fragen. Deswegen: Gut, dass wir diese Andacht gemeinsam feiern. An verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten. Und doch verbunden.

Wir sprechen den Monatspsalm. Eine moderne Umsetzung des Psalm 139, der darauf vertraut, dass wir zu allen Zeiten von Gott geborgen sind:

Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Gott, du kennst mich, du achtest auf mich, nie gibst du mich verloren. Ob ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe. Alle meine Wege sind dir bekannt, alles, was ich denke und sage — du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen vor Dir.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Wenn ich in Schwierigkeiten oder krank bin, wirst du mich begleiten. Dafür danke ich dir. Meine Dunkelheiten werden hell durch Dich. Die Nacht leuchtet - wie der Tag!
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Nächtelang denke ich über dich nach und ich komme an kein Ende. Erforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, sieh meine Wünsche und Gedanken. Und wenn ich nicht weiterweiß, wenn ich irre gehe, dann hilf mir heraus.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Der Bibelabschnitt für den aktuellen Sonntag steht im Johannesevangelium im 9. Kapitel, Vers 1 — 7:
Und Jesus ging vorüber und sah einen Menschen, der blind geboren war. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm. Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte daraus einen Brei und strich den Brei auf die Augen des Blinden. Und er sprach zu ihm: Geh zum Teich Siloah — das heißt übersetzt: gesandt — und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.

Hand aufs Herz.
Wenn Sie an die Schlagzeilen überfliegen — wo bleiben Sie hängen? Ein Großteil der Schlagzeilen sind aufgemacht nach dem Motto bad news are good news. Es scheint wohl so zu sein, dass wir uns tendenziell von schlechten Nachrichten anziehen lassen. Und besonders von dem „Warum?“ mit einem dicken Fragezeichen. Vielleicht trifft das für Sie auch zu.
Dass wir Menschen so ticken, ist nicht neu. Ob auch die Jünger Jesu damals so getickt haben — und ob solche Blickrichtungen weiterführend sind... damit setzt sich der Evangelist Johannes in dem Predigtabschnitt für den ersten Augustsonntag auseinander.
Die Heilung eines Blindgeborenen ist sie in der Lutherbibel überschrieben. Und sie beginnt damit, dass jemand gesehen wird. Ein blinder Bettler am Straßenrand. In Hamburg sind Bettelnde kein ungewohntes Bild. Der Evangelist Johannes verlangt nun, genauer hinzusehen. Was sehen wir. Oder: Wie sehen wir? Denn, so begreifen wir beim Lesen des Abschnittes: Sehen ist nicht gleich sehen. Jesus, so heißt es, geht vorbei und „sieht einen Menschen, der blind geboren wurde“. Von seinen Jüngern wird das nicht geschrieben. Sie stellen angesichts des Blinden die: „Warum?“- Frage. Und damit die Schuldfrage. Dass der hier blind und bettelnd steht, da hat doch jemand Schuld. Der Blinde selbst— oder seine Eltern. So sehen sie das Ganze. Und sie könnten sich vielleicht auch noch länger darüber ausbreiten und über jemanden sprechen statt mit ihm. Während Jesus bereits einen Brei anrührt aus Speichel und Erde, sie dem Blinden auf die Augen streicht und ihn zum Teich Schiloa schickt, um sich dort die Augen auszuwaschen. Und der ging und tat es und kam sehend zurück.
„Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat“, erklärt Jesus seinen irritierten Jüngern und ignoriert ihre „Warum?“- Frage. Ganz einfach.

Die Heilung eines Blinden - Eine Wundergeschichte, wie sie auch in den anderen Evangelien beschrieben wird. Bei Johannes hat dieses Wunder eine ganz grundlegende Bedeutung. Es geht für ihn um mehr als um die Geschichte dieses einzelnen Menschen. Es geht für ihn darum, unsere Art und Weise, die Welt zu sehen, infrage zu stellen. Was sehen wir? Wie sehen wir? Was sehen wir gerade nicht? Es geht für Johannes damit auch um die Deutungshoheit der Gegenwart. Denn von wem lassen wir uns sagen, was wir zu sehen haben? Das meint auch: Von wem lassen wir uns sagen, was wir zu sein haben? Der Blindgeborene: Einer, der schon immer so war und so bleibt oder einer, der die Möglichkeit in sich trägt, ein anderer zu werden? Ich sehe was, was du nicht siehst, sagt Jesus. Und heilt.

Sichtbar zu machen, was andere nicht sehen, darum ging es auch der New York Times Reporterin Tina Rosenberg, als sie vor 20 Jahren den Aidsmedikamenten-Skandal aufdeckte. Die US-Regierung und die Pharmakonzerne hatten gemeinsam dafür gesorgt, die Medikamentenpreise hochzutreiben. Tausende Kranke besonders in Entwicklungsländern konnten diese Preise nicht bezahlen und starben. Nicht noch eine deprimierende Aids-Story auf der Titelseite, so der Redakteur und lehnte die Story ab. Also schrieb die Journalistin die Geschichte um und berichtete über Brasilien, das die Medikamente billig nachproduzierte und kostenlos verteilte. Die Wirkung dieser Titelstory war phänomenal. Die US-Politik änderte ihren Kurs und sorgte dafür, dass die lebensrettenden Medikamente für alle erschwinglich wurden.

Tina Rosenberg entwickelte daraus den „Lösungsorientierten Journalismus“ und gründete vor drei Jahren ein weltweites Netzwerk. Sein Ziel: Geschichten zu erzählen, um Herausforderungen der Gegenwart zu verstehen und ihnen zu begegnen. Mehr als 200 Redaktionen und 15 000 Journalist_innen folgen inzwischen diesem Ansatz und lehnen die Problemüberflutungen durch bad news ab, die nur Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit bewirkten. „Wir können nicht immer nur schreiben, wenn Menschen versagen. Wir müssen ein Vertrauen herstellen in das, was möglich sein kann“, so Tina Rosenberg.

Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, so formuliert es Jesus.

Natürlich können die Dunkelheit und das Elend der Welt immer wieder lauthals beklagt werden — aber das verändert weder die Dunkelheiten noch die Not. Warum nicht einfach ein Licht anzünden? So wie die Frauenkooperative im Libanon im palästinensischen Flüchtlingslager Ein El-Hilweh. Seit 1948 besteht das Lager. Auf 1,5 Quadratkilometer leben 100 000 Menschen. Die Zugänge werden vom libanesischen Militär kontrolliert. Natürlich könnte man auch hier fragen, warum die Situation ist wie sie ist, man könnte das Versagen vieler Seiten seit zu vieler Jahrzehnte beklagen und sich über die Schuldzuweisungen heiß reden. Oder man könnte wie die Frauenkooperative anfangen, Gärten anzulegen. Dachgärten. Denn in die schmalen Gassen des Lagers fällt weder Sonne noch gibt es freie, geschweige grüne, Flächen. Über 20 Gärten gibt es bereits. 3000 Kg Obst und Gemüse können geerntet werden. Damit werden nicht nur die Familie versorgt, sondern auch über den Verkauf der Ernte oder von verarbeiteten Lebensmitteln Geld eingenommen. „Es gibt uns allen eine neue Lebensperspektive“, sagt Hanan Hajaj, eine der Gärtnerinnen. „Und es gibt Seelenfrieden. Hier oben ist die gedrückte Stimmung des Lagers ganz weit weg.“

Ich sehe was, was du nicht siehst. Ein Spiel, das besonders mit den Kindern gespielt wird. Vielleicht stünde es auch uns Erwachsen gut an, uns darin zu versuchen. „Um die Werke dessen zu wirken, der seinen Sohn sandte.“ Möglicher Weise ist es kinderleicht, einen Menschen und unsere Welt zu heilen?
Amen


Wir hören jetzt den virtuellen Niendorfer Chorprojekt mit dem Kanon: „Hine ma tov...“ und sind herzlich eingeladen, mitzusingen. Es ist ein besonderer Chor, bestehend aus vielen Menschen aus unserem Stadtteil, die bei dem Projekt „Schenk uns Deine Stimme“ mitgemacht haben. Dafür haben sie die Aufnahme ihrer Stimme an unsere Kirchenmusiker_innen Britta Irler und Finnegan Schulz geschickt. Hier hören Sie das dann nachträglich zusammengemischte Lied. Die Sängerinnen und Sänger haben nicht zusammen gesungen und doch ist so ein wunderbares Stück gemeinsam entstanden. So vieles ist möglich!

Lied: Hine Mah Tov vom Virtuellen Chor Niendorf
II:Hine ma tov u'ma-nayim. Shevet ach-im gam ya-chad.:II
II:Hine ma tov u'ma-nayim. Shevet ach-im gam ya-chad.:II

II: Schön ist's wenn Schwestern und Brüder
friedlich beisammen wohnen :II
II: In Gemeinschaft finden wir Gottes Frieden :II

Wir beten gemeinsam:
Gott. Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen.
Als Glaubende miteinander.
Als Glaubende und Menschen mit Dir.

Wir denken an alle, die uns am Herzen liegen. Was tun sie gerade.
Stille.

Wir denken an alle, die in diesen Zeiten noch einsamer sind und denen der vertraute Alltag mit Anregungen und Begegnungen fehlt.
Stille.

Wir denken an alle, die sich Gedanken machen und in Sorge darüber sind, wie der Alltag nach den Ferien wieder in guter Weise gestaltet werden kann in Schule, Kita, in Ausbildung und Beruf, in der Gemeinde, in Vereinen und Gruppen, in der Freizeit.
Stille

Wir denken an alle, die in den Kriegs und Krisenregionen unserer Welt in ihrem Leben bedroht sind. In der Stille nennen wir die Namen ihrer Länder: Ukraine, Mali, Sudan, Syrien, Libanon, Jemen...
Stille

Gott, ich danke dir für die Ruhe dieser Zeit mit dir.
Öffne mich für die Menschen, die mir nun begegnen.
Ich gehöre zu ihnen.
Zeige mir die Menschen, die mich brauchen.
Ich bin nicht allein.
Gott, sei mir nahe und richte mich auf.
Geh mit mir, Schritt für Schritt, durch diesen Tag.
Gemeinsam beten wir: Vater Unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Empfang Gottes Segen: (wer mag, kann die Hände wie eine offene Schale formen)
Gott segne und behüte Dich
Gottes Angesicht leuchte über Dir und sei Dir gnädig.
Gott schaue Dich freundlich an
Und schenke Dir Frieden.
Amen
Zum Abschluss hören wir noch einmal den virtuellen Chor mit Finnegan Schulz am Klavier. Und wir dürfen mitsingen. Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben
von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst,
du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben
von Nähe, die heil macht — wir können dich finden,
du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Andacht zum siebten Sonntag nach Trinitatis, 26.07.20

Hier können Sie die Andacht zum siebten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Ute Anderesen auch als PDF herunterladen.

Liebe HomeChurch-Gemeinde,
wie schön, dass Sie sich, dass ihr euch Zeit und Ruhe nehmt, um Andacht zu feiern. Heute geht es um die Gastfreundschaft, die wir anderen geben können und die wir auch selbst mit anderen erleben können, auf Reisen, am Arbeitsplatz, auf dem Tibarg, in der Nachbarschaft. Wir feiern diese Andacht im Namen Gottes, der uns zur Gastfreundschaft einlädt, im Namen Jesu Christ, der sich in das Leben anderer einladen ließ und es so veränderte, und im Namen des Heiligen Geistes, der uns Mut macht, unsere Herzen und Türen zu öffnen.

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Kurze Einleitung zur heutigen Lesung: Nachdem der Schreiber des Hebräerbriefes sich in den ersten Kapiteln Gedanken über die Herrlichkeit Jesu gemacht hat (1-5), beschreibt er in den Kapiteln 7-10 das Werk und Dienst Jesu an den Glaubenden. Im dritten und letzten Teil (11-13) geht es direkt um die Gemeinde. Er gibt den Christinnen und Christen eine Anleitung für den Alltag. Hier die ersten Verse aus dem 13. Kapitel: Nachfolge im Alltag

Im Hebräerbrief lesen wir in Kapitel 13, 1-3:
1 Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe! 2 Vergesst nicht, Gastfreundschaft zu üben! Denn ohne es zu wissen, haben manche auf diese Weise Engel bei sich aufgenommen. 3 Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie wie für euch selbst. Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden. Leidet mit ihnen, als würden die Schläge euch treffen.

Predigt
Der Friede Gottes sei mit euch. Gott öffne unsere Herzen und Sinne für das Wort. Amen.

Liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,
der Text von Gastfreundschaft-Geben begleitet mich sehr schon lange, denn er ist einer der zentralen Texte in der Gemeinschaft „Brot & Rosen“, für die Sie vielleicht an dem einen oder anderen Sonntag auch schon einmal Geld in die Kollekte gelegt haben.

I Brot & Rosen
Über Jahre war ich Teil dieser Gemeinschaft. Sie nimmt Menschen aus aller Welt auf, ohne zu fragen, woher sie kommen und wohin sie gehen. Sie sind in Not, klopfen an die Tür in Bramfeld und werden eingelassen — für Stunden, Tage oder auch Jahre. Wie viele Geschichten und Schicksale unser großer Küchentisch bei zahllosen Tassen Tee gehört hat, weiß ich nicht. Wie viele Tränen aus Verzweiflung oder auch vor Lachen auf ihn getropft sind, kann ich nicht sagen. Wie viele Pläne gemacht und wieder verworfen worden sind, keine Ahnung. Aber ich weiß, dass sich, mit jeder Geschichte, mit jedem geschilderten Erlebnis, mit jeder vergossenen Träne, mit jeder Mahlzeit, die wir miteinander geteilt haben, meine Einstellung zum Leben, zu dem Menschen, der mir gegenübersaß, zu gesellschaftlichen Strukturen verändert hat. Und nicht selten fand ich durch diese Engel an unserem Tisch Antworten für mein Leben auf ungestellte Fragen. Es kam eine neue Welt in unser Haus, wenn ein Mensch es betreten hat.

„Die Liebe zu denen, die euch vertraut sind, bleibe! Die Gastfreundschaft aber vergesst nicht, so haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt.
Das griechische Wort Philoxenia wurde hier mit „Gastfreundschaft“ übersetzt, aber eigentlich müsste es heißen: „Seid freundlich zu denen, die Euch fremd sind“. Denn Philo bedeutet: Freund/in, freundschaftlich, gernhaben, zugeneigt sein und Xenia kommt von Xenos und bedeutet: Gast, Fremde*r, Unbekannte*r Ausländer*in und auch Feind. Ein Xenos; ein Gast war ein Fremdling, den man nicht kannte, der zunächst einmal Angst und Abwehr auslösen konnte. Von dem man nicht wusste, was er brachte: Freud oder Leid? Eine Bedrohung oder Reichtum? Freund oder Feind? Die Antwort ein Risiko.
In unserem Wort „Gastfreundschaft“ ist das nicht mehr zu hören, wohl aber im griechischen Wort. Gastfreundschaft liegt uns nicht unbedingt in der Natur. Aber sie war wichtig und nicht nur eine nette, großzügige Geste, sondern sie war lebensnotwendig. Denn zur Zeit des Hebäerbriefes gab es nur wenige Unterkünfte und Rastmöglichkeiten für Fremde und Reisende. Jede*r, der/die die Grenzen der engeren Heimat oder seine/ihrer Vaterstadt verließ, brauchte Gastfreundschaft.
Etwas davon erlebt man manchmal noch in Ländern Afrikas, Lateinamerikas oder anderswo. Man wird ganz selbstverständlich gastlich aufgenommen. Aber es geschieht auch hier, wie ich selber auf meinem Pilgerweg erleben konnte:

II Die türkische Frau Gerade hatte ich meine wunden Füße in Schwelm mit Material aus dem dortigen Krankenhaus versorgt und machte mich wieder auf den Weg. Da sprach mich eine Frau mit Kopftuch an: Warum ich wohl an einem Sonntag mit so einem schweren Rucksack durch die Gegend laufen würde? Ich sagte ihr, ich wäre von Hamburg aus auf dem Weg nach Spanien. „Komm in meinen Garten“, sagte sie. Ich zögerte, denn ich hatte noch keinen Schlafplatz für die Nacht und durch die Wundversorgung auch etwas Zeit verloren, aber dann dachte ich mir: Das ist der Grund warum ich auf dem Weg bin: Begegnung mit Menschen. Wir saßen also zusammen im Garten, tranken Tee, aßen orientalisches Gebäck. Sie erzählten von ihren Erlebnissen mit der deutschen Gesellschaft und dass sie auch nach 40 Jahren immer noch „die Ausländer“ waren, obwohl sie ihre Steuern zahlten und sich einbrachten. Wie doll es sie schmerzt, dass ihr Sohn, in Deutschland geboren, in der Türkei keine Heimat hat und hier auch immer schräg als „der Türke“ angesehen wird.
Das Zuhören, das Wahrnehmen, das gemeinsame Teetrinken ... ob ich in dem Moment ein Engel war? Sie waren mir Engel, die mich beherbergt hatten, und ihre Welt mit mir geteilt haben. Diese Erlebnisse, in denen wir so gastlich aufgenommen werden, schließen uns eine neue Welt auf: Wir zeigen uns gegenseitig, was uns im Leben wichtig ist. Wir nehmen am anderen Anteil, an den Bedenken, den Sorgen. Vielleicht treffen wir auf ein offenes Ohr. Es fällt ein freies Wort, das zum Weiterdenken anregt.

„Die Gastfreundschaft, aber vergesst nicht.“ Wir werden vom Schreiber des Hebräerbriefes daran erinnert - weil wir es so manches Mal in unserem Alltag vergessen. Er ist nicht naiv. Er meint sicher nicht, dass jede*r Fremde ein Engel sei! Aber der Hebräerbrief dreht den Gedanken um, aus Unbekannten können Freunde, können Boten werden. Es gibt der Einladung eines Fremden eine neue Dimension: „So haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt!“ Wenn Du einen Gast nicht aufnimmst, verpasst Du etwas! Wenn du Gastfreund-schaft nicht annimmst, verpasst du auch etwas! Vielleicht hat der Engel, den du gerade beherbergst, eine Botschaft von Gott an dich. Vielleicht das richtige Wort zur Lösung deines Problems!

III. Anne-Dore Noch eine Geschichte vom meinem Pilgerweg zum Schluss: Ich war den ganzen Tag durch den Regen gelaufen. Der Weg im Elfgental war rutschig und der schwere Boden klebte an meinen Wanderschuhen und an meinen Hosenbeinen. Ich trete aus dem tropfenden Wald heraus und stehe vor dem Altenberger Dom. Der lichtdurchflutete Raum ist nicht geheizt, aber trocken. Ich setze mich auf eine Bank, komme zur Ruhe, beobachte eine Szene: Eine Gruppe von Senior*innen stellen sich im Halbkreis unter das Triumphkreuz. Sie wollen gerade mit ihrer Andacht beginnen, da werden sie von einer Domführung gestört und müssen ihre Andacht verschieben. Ich komme mit der Leiterin des Kreises ins Gespräch. Uns verbindet die Frage, ob der Dom ein Ort des Gebets oder ein Museum ist. Beim Schlendern durch den Dom treffe ich die Diakonin der Reisegruppe wieder. Wir kommen gleich wieder in Kontakt, sprechen wieder miteinander. Auf ihre Frage, wo ich heute Nacht schlafen werde, erzähle ich ihr, dass ich noch auf der Suche bin und gleich in der Dominformation um Hilfe für die Nacht bitten werde. Darauf sagt sie: Wenn Sie nichts finden, dann nehme ich Sie einfach mit zu mir nach Hause — ich habe sechs Kinder großgezogen, da kann ich Sie auch für einer Nacht unterbringen. So kam es, dass ich dreckverschmiert, nass und frierend im warmen Bus der Senior*innen saß. Die Leiterin der Gruppe erklärte durch das Mikrophon, dass ich eine Jakobspilgerin aus Hamburg sei und sie mich jetzt mit nach Bergheim, also nach Hause, nähme. Da wurden die Blicke der Senior*innen freundlicher.
Wir hatten einen schönen, intensiven Abend, erzählten uns auch persönliche Sachen und redeten viel über unseren Glauben. Wer wem ein Engel geworden ist, weiß ich nicht, aber unsere Verbindung zueinander hält immer noch. Anne-Dores Gastfreundschaft hat dies bewirkt.
Die Gastfreundschaft aber vergesset nicht! Sie bereichert das Leben. Es muss ja nicht gleich eine Übernachtung sein, aber vielleicht eine Einladung zum Kaffee oder zum Gespräch auf einer Bank — und kommt es vielleicht zu der Begegnung mit einem Engel, der gerade in diesem Moment gebraucht wird.
Amen
Sich aufmachen, Gastfreundschaft über, die Füße auf weiten Raum stellen und mit Gottes Beistand erleben, was dann passiert:

Lied: Weite Räume meinen Füßen
1.Weite Räume meinen Füßen Horizonte tun sich auf.
Zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Leben seinen Lauf.
Ref.: Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum
2. Schritt ins Offene, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei;
mit dem Risiko zum Irrtum, machst du Gott uns Menschen frei.
Ref.: Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum
3. Da sind Quellen, sind Ressourcen, da ist Platz für Fantasie;
zwischen Chancen und Gefahren Perspektiven wie noch nie.
Ref.: Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum
4. Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, dass wir nicht verloren gehen,
zu der Weite unserer Räume lass uns auch die Grenzen sehn.
Ref.: Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum

Fürbitte
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir Gastfreundschaft üben, wo es nottut.
Gott, sei da und begleite uns.
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir unserem Nächsten zu einem Engel werden.
Gott, sei da und begleite uns.
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir stark werden und die Stimme erheben können, wenn wir Unrecht sehen.
Gott, sei da und begleite uns.
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir schützend unseren Arm um jemand legen können, der oder die traurig ist.
Gott, sei da und begleite uns.
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir fröhlich ausschreiten und einen neuen Tag beginnen können.
Gott, sei da und begleite uns.
Gott, wir bitten dich, stelle unsere Füße auf weiten Raum, dass wir unser Glück genießen und vielleicht andere damit anstecken können.
Gott, sei da und begleite uns.
In der Stille bringen wir die Sachen vor dich, die unser Herz schwer machen. Wir bringen auch voller Dank die Ereignisse vor dich, die uns heiter stimmen.
Stille


Alles legen wir dir, Gott, in deine Hand, begleite und trage uns. Gemeinsam beten wir das:
Vater Unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne dich und behüte dich
Gott sei vor die um die den richtigen Weg zu weisen
Gott sein hinter dir, um dir den Rücken zu stärken.
Gott sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst.
Gott sei in dir um dich zu stärken.
Gott sei über dir, um dich zu segnen.
So segne und behüte dich Gott.
Amen!

Andacht zum sechste Sonntag nach Trinitatis, 19.07.20

Hier können Sie die Andacht zum sechsten Sonntag nach Trinitatis von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen.

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;
ich habe dich bei deinem Namen gerufen;
du gehörst zu mir!“

Mit diesem Vers aus Jesaja (43,1) begrüße ich Sie ganz herzlich zur Home-Church an diesem Sonntag. Heute werden wir an unsere Taufe erinnert und feiern Gottes Treue. Der Eingangs zitierte Bibelvers für diesen Sonntag kommt oft bei Beerdigungen vor und erinnert daran, dass unser Leben unter jenem Segen steht, der auch in der Taufe zum Ausdruck gebracht wird: Wir gehören zu Gott, er geht mit uns durch die Höhen und Tiefen unseres Lebens und hält uns in allem was ist immer die Treue. Gerade auch am Ende!
Gott ist treu, nicht weil wir getauft sind. Denn Taufe ist weder persönlicher Verdienst noch exklusive Clubmitgliedschaft. Gott ist treu, weil Gott Gott ist und sich auf die Liebe zu uns festgelegt hat in Jesus Christus, ein für allemal. Deshalb heißt es auch in der reformierten Kirche zu Beginn jedes Gottesdienstes:
„Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat (Ps 124,8),
der Bund und Treue hält ewiglich
und der niemals loslässt das Werk seiner Hände“ (Ps 146,6; Ps 138,8b).

Als Lutheraner möchte ich ergänzen:
Und so feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes!
AMEN

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Im 5. Buch Mose (7,6-12) lesen wir den Predigttext dieses Sonntages:
Mose redet hier zum Volk Israel und durch den Propheten spricht Gott selbst mit seinem erwählten Volk. In vorherigen Kapiteln blickte Mose zurück auf die Befreiung seines Volkes aus der Sklaverei in Ägypten und die Wanderschaft durch die Wüste. Dann erinnert er nochmals an die 10 Gebote unter der Überschrift dieses Befreiungstat Gottes (5. Mose 5,6). Und warum hat Gott Israel befreit und erwählt? Diese Frage beantwortet Mose im folgenden Text:

6 Denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. 7 Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker — denn du bist das kleinste unter allen Völkern —, 8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der Herr euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. 9 So sollst du nun wissen, dass der Herr, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, 10 und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. 11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust. 12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der Herr, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat, [...].

Ansprache
Liebe Gemeinde,

in dieser Zeit der Corona-Pandemie wird vieles in Frage gestellt, was unumstößlich schien. In kürzester Zeit wurden Gesetze geändert, Milliarden bewegt und alte Traditionen über Bord geworfen. Eine große Ungewissheit breitet sich aus: Was hat Bestand? Was bringt die Zukunft? Wie finden wir aus der Krise heraus, privat und als Gesellschaft? Wird es wieder so wie vorher? — Wahrscheinlich nicht! Aber wie wird es dann?

Corona ist keine Strafe Gottes, aber eine Prüfung, die vieles im eigenen Leben und in der Gesellschaft auf den Prüfstein stellt: Wie wollen wir leben? Was ist wirklich wichtig? Und was trägt, hält und birgt das Leben? — Für viele ist das, was sie trägt, so wurde mir berichtete und so erfahre ich es auch selbst, die Familie und die Freunde, kurz: gute Beziehungen zu treuen Weggefährten. Gute Beziehungen halten aus, wenn man sich nicht so oft sieht und physisch auf Abstand geht. In dieser Zeit, so berichten mir einige, wird einem klar, auf wen man bauen kann, wer einem die Treue hält und wer wirklich ein Freund ist — und das ist leider nicht jeder, mit dem wir auf Facebook befreundet sind.

Treue ist — so macht diese Krise deutlich — ein hohes Gut! Treue sein ist wichtig, gerade jetzt. Genau darum geht es in unserem Predigttext: Es geht aber nicht um unsere Treue, sondern um Gottes Treue. Zwar handelt unser Bibeltext vom Volk Israel, aber wir können und sollen das, was dort gesagt wird, eins zu eins auf uns übertragen. Das Volk Israel ist untreu und fällt auf dem Weg durch die Wüste immer wieder vom Glauben ab. Die Befreiung aus Ägypten vergisst es, die Schrecken der Sklaverei verdrängt es und es wünscht sich zurück zu den angeblichen „Fleischtöpfen Ägyptens“. Wir sind da nicht besser und gegenüber der Gnade und Liebe Gottes allzu oft blind. Gott hat uns aus Liebe erschaffen, gab uns Luft zum Atmen und hat uns genährt. Wir nehmen soviel für selbstverständlich, wo wir doch wissen, wie fragil und verletzlich unser Leben und Zusammenleben ist. Gott hat das Volk Israel erwählt, nicht weil es das größte wäre, sondern im Gegenteil, obwohl es das kleinste ist. Keine Leistung und kein Verdienst begründen die Erwählung. Nein, allein Gottes Liebe und seine Barmherzigkeit! Gott schließt einen Bund mit Israel, wie er ihn schon mit Noah und mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hat, und er erneuert ihn in Jesus Christus und schließt uns damit ein! Deshalb erinnern wir uns in den Einsetzungsworten zum Abendmahl auch an den „Neue Bund“, den Gott in Brot und Wein mit uns geschlossen hat. Und im Sakrament der Taufe kommt dieser Gedanke ebenfalls vor, wie wir eingangs gehört haben: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst zu mir!“ In der Taufe hat Gott einen Bund mit uns geschlossen. — Dieser Gedanke von Gottes Bund zieht sich durch die ganze Bibel und vereint das Alte und das Neue Testament, den alten und den neuen Bund.

Aber oftmals wird dieser biblische Bundesgedanke missverstanden im Sinne eines Vertragsverhältnis zwischen gleichberechtigten Partnern. Verstehen einen Bund als eine vertragliche Vereinbarung über Leistung und Gegenleistung mit Rechten und Pflichten. Einen solchen Vertrag kann jede Partei aufkündigen. Gottes Bund können wir Menschen nicht kündigen. Es ist kein Vertrag unter Gleichen. Denn wir können gar nichts in die Waagschale werfen, was der Gegenleistung Gottes entspricht. Wir können Gottes Treue nicht verdienen, und das heißt — logischerweise — auch nicht verlieren. Das ist ein Gedanke, der unserem Leistungsdenken fundamental widerspricht! Das ist die „Rechtfertigung“ von der auch Paulus spricht. Wir können nicht aus der Erwählung Gottes herausfallen. Er ist und bleibt uns treu!

Das gilt auch gerade in den Zeiten, in denen wir von seiner Nähe nichts spüren. Dann ist dies besonders schwer zu glauben. Das wusste auch Luther und hat sich, wenn er besonders stark am Zweifeln war, daran erinnert: „Ich bin getauft!“ — Gott lässt mich nicht fallen!

Das hat ihm wieder Trost und Mut gegeben. Ich lade Sie ein, sich heute auch an Ihre Taufe zu erinnern: Nehmen Sie eine Schale mit Wasser und zünde Sie eine Kerze an. Mit dem Wasser malen Sie sich ein Kreuz auf die Handfläche und sage zu sich: „Ich bin getauft!“ Was macht das mit Ihnen? Wie fühlt sich das Wasser an? Mit der Taufe kommt Licht in ins Leben — so war es, so ist es und so wird es immer sein! Denn Gott ist treu!
Amen


Lied EG 200, 1-4: Ich bin getauft in Deinem Namen
1 Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist,
Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, das dir geheiligt heißt,
Ich bin in Christum eingesenkt, Ich bin mit seinem Geist beschenkt.
2 Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt,
Du hast die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt.
Du willst in aller Not und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein.
3 Doch habe ich dir Furcht und Liebe, Treu' und Gehorsam zugesagt,
Ich hab' aus deines Geistes Triebe Dein Eigentum zu sein gewagt,
Hingegen sagt' ich bis ins Grab Des Satans schnöden Werken ab.
4 Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieser Bund wohl feste stehn;
Wenn aber ich ihn überschreite, So lass mich nicht verlorengehn!
Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, Wenn ich hab' einen Fall getan!

Miteinander bitten wir Gott um seine Fürsorge
Du hast uns erwählt, heiliger Gott.
Zu dir gehören wir, barmherziger Gott.
Deine Liebe ist unser Ursprung und unser Ziel.

Um Liebe bitten wir dich:
für alle, die in diesen Tagen getauft werden,
für alle, die sich auf ihre Taufe erinnern,
für alle, die auf der Suche sind, wohin sie gehören.
Hülle in deinen Segen, die zu dir gehören.
Begleite die Suchenden und zeige ihnen den Weg zum Leben.
Wir bitten dich: Erhöre uns.

Um Schutz und Bewahrung bitten wir dich:
für alle, die verfolgt werden,
für alle, die von den Herrschenden beschuldigt werden
und in Gefängnissen und Lagern eingesperrt sind,
für alle, die für das Recht der Schwachen einstehen.
Stelle dich an die Seite der Verfolgten.
Befreie die Gefangenen und belohne den Mut der Gerechten.
Wir bitten dich: Erhöre uns.

Um deine Gegenwart bitten wir dich:
für alle Reisenden und die, die daheim bleiben,
für die Kranken und Trauernden,
für uns und alle, die zu uns gehören.
Was uns auf dem Herzen liegt bringen wir vor Dich in der Stille.
Stille
Du hörst uns, denn du hast uns erwählt, heiliger Gott.
Zu dir gehören wir, barmherziger Gott.
Deine Liebe ist unser Ursprung und unser Ziel.
Segne uns diesen Sommer durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn.
Als Deine geliebten Kinder beten wir, wie er uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen.
Nachspiel: Finnegan Schulz - Monolog Op. 162 Nr. 1 (J. G. Rheinberger)

Andacht zum fünften Sonntag nach Trinitatis, 12.07.20

Hier können Sie die Andacht zum fünften Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Herzlich Willkommen! Ihnen und euch einen segensreichen Sonntag mit und in der HomeChurch!

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, dem Schöpfer der Welt und Quelle unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, der uns ein Bruder und Begleiter auf dem Lebensweg ist und im Namen des Heiligen Geistes, der uns inspiriert, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren.
Amen.

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Heute beschäftigen wir uns mit dem „Fischzug des Petrus“, Lukas 5, 1 - 11. Eine spannende Geschichte, weil sie so vertraut ist und doch noch Einiges zu erzählen bzw. zu hinterfragen hat.

Bei Lukas 5, 1 - 11 lesen wir:
1 Eines Tages stand Jesus am See Genezareth, und eine große Menschenmenge drängte sich um ihn. Alle wollten Gottes Botschaft von ihm hören. 2 Da sah er am Ufer zwei leere Boote liegen. Die Fischer hatten sie verlassen und waren gerade dabei, ihre Netze zu reinigen. 3 Jesus stieg in das Boot, das Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück vom Ufer abzustoßen. Dann setzte Jesus sich und lehrte die Menschen vom Boot aus. 4 Anschließend sagte er zu Simon: „Fahr jetzt weiter hinaus auf den See und werft eure Netze dort aus, wo es tief ist!“ 5 „Herr“, erwiderte Simon, „wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich es tun.“. 6 Sie warfen ihre Netze aus und fingen so viele Fische, dass die Netze zu reißen begannen. 7 Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, ihnen zu helfen. Sie kamen, und bald waren beide Boote bis zum Rand beladen, so dass sie beinahe sanken. 8 Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus nieder und rief: „Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch!“ 9 Er und alle anderen Fischer waren erschrocken und erstaunt über diesen Fang, 10 auch Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Aber Jesus sagte zu Simon: „Fürchte dich nicht! Du wirst von nun an keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen.“. 11 Sie brachten die Boote an Land, ließen alles zurück und gingen mit Jesus.
(Übersetzung: Hoffnung für alle)

Hier meine Gedanken und Predigt zum „Fischzug des Petrus“
Liebe Netzfischerinnen und Netzfischer,

es ist schon spannend, sich mit einer so bekannten Geschichte, wie der „Fischzug des Petrus“ auseinander zu setzen und nicht gleich zu denken: Kenne ich! Jesus ist halt so überzeugend, dass Petrus und seine Kumpane alles verlassen, ihre Frauen und vielleicht auch Kinder, um in die Welt hinauszuziehen und ihre Aufgabe als Menschenfischer zu tun. Die Berufenen waren ja auch sehr erfolgreich und legten die Basis der Kirche. Petrus wurde zum Felsen, auf dem Jesus seine Kirche bauen wird.

Alles gut! Alles verstanden! Ende der Geschichte! Kann sein, muss aber nicht sein!

Mir schossen viele Fragen beim Lesen durch den Kopf: Hatte Petrus nichts Besseres zu tun als alles stehen und liegen zu lassen, um Menschenfischer zu werden? War es die Predigt Jesu, die diese Bereitschaft in ihnen gewirkt hat? Was ist aus mit seiner Frau geworden?

Schauen wir uns die Geschichte noch einmal genauer an: Eine Volksmenge bedrängt Jesus am See Genezareth. Da er kurz vorher die Schwieger-mutter des Petrus geheilt und in der Synagoge von Kafarnaum gelehrt hat, können wir davon ausgehen, dass es die Bewohner*innen dieses Dorfes waren, die sich hier um Jesus drängten. Die Menschen wollen mehr von der hoffnungsvollen und befreienden Botschaft Jesu hören, wie Verdurstende, die endlich vom Wasser des Lebens trinken können. Jesus spricht und berührt ihre Herzen. Er tröstet sie, gibt ihnen Stärke für den Alltag, Liebe für die angeschlagene Seele, Hoffnung in schweren Situationen.

Ich kenne diesen Durst, wenn ich nicht genug von einer Melodie bekommen kann, die mich berührt, die den richtigen Ton anschlägt und eine Glocke in mir zum Klingen bringt, dann will ich sie immer wieder hören. Oder wenn ich tröstenden Absätzen in einem Buch lese, schlage ich sie wieder und wieder nach.

Als die Rede vorbei ist, kehren die Menschen wieder in ihre Dörfer zurück. Sie gehen fort und tragen die Worte in ihre Herzen. Sie gehen zurück in ihren Alltag. So wie wir, wenn wir eine Zeitlang, auf Gottes Worte hören und uns dann wieder dem Alltag zuwenden.
Spielt die Botschaft, die Zeit, die ich in Gottes Nähe verbracht habe, im Alltag für mich eine Rolle?

Nach seiner Rede fordert Jesus von Simon noch einmal rauszufahren, wo es tief ist, und die Netze auszuwerfen. „Fischen am Tage?“, Simon denkt sich: „was für eine völlig blöde Idee!“ Und er versucht Jesus zaghaft die Stirn zu bieten: „Wir haben doch schon die ganze Nacht gefischt! War nichts zu kriegen! Und wir sind erschöpft und müde.“

Ich frage mich, warum hat Simon seine Meinung doch geändert: War es die Rede Jesu? Oder die Klarheit, mit der Jesus gesagt hat: „Fahr hinaus!“? Denn Simon antwortet: „Auf dein Wort werde ich die Netze auswerfen.“ Und ich höre: Deine Worte haben mich berührt! Ich vertraue dir! Ich lasse es auf einen Versuch ankommen — auch wenn ich mich vielleicht lächerlich mache.

Und wir haben die Geschichte gerade gelesen: Sie werfen am helllichten Tag die Netze aus und sind vom fischreichen Ergebnis überwältigt. Der Beweis für das in Jesus gesetzte Vertrauen haut Petrus wortwörtlich von den Füßen und er sinkt auf die Knie: „Ich bin nicht gut. Geh weg von mir! Lass mich in und mit meinem Leben allein!“

Es gibt diese Momente, in denen wir Schuld auf uns laden, wenn die Gedanken über andere uns Lügen strafen, weil wir von Annahmen ausgehen, die sich später als Irrtum herausstellen: Da ist die sonst so gern verspottete Nachbarin, die in einem Trauerfall als Erste Hilfe anbietet und sensibel reagiert. Da war es eben doch nicht der Freund, der Fahrerflucht begangen hat, auch wenn das zerbeulte Fahrrad die gleiche Marke und Farbe hat, wie das auf dem Fahndungsaufruf. Und da stellt sich der verschrobene „Alte“ von gegenüber, der seinen verrosteten Geländewagen meinetwegen lieber abwracken sollte, statt überall die Wege zu versperren, als Träger des Bundesverdienstkreuzes heraus, weil er mit genau diesem Auto vielen Menschen das Leben gerettet hat. Ich gehe in die Knie und leiste innerlich Abbitte — manchmal auch äußerlich — weil ich mich über jemanden erhoben habe und kleingläubig einem anderen Menschen gegenüber war.

In der Geschichte vom Fischzug denkt Jesus, der sein Netz durch die vom Boot gesprochenen Worte ausgeworfen hat, überhaupt nicht daran, von Petrus wegzugehen! „Fürchte dich nicht! Was zitterst du denn in deiner Schuld herum. Wirf sie über Bord! Ich sehe dich mit liebenden Augen an: Ich sehe deine Stärke, nicht nur deine Schwäche. Ich sehe deine Fürsorge für deine Kollegen und nicht nur deine Angst. Ich brauche dich. Fange keine stummen Fische, sondern bringe Menschen dazu, sich für Gottes Botschaft zu öffnen.“

Menschen begegnen Gottes Worten und Taten unterschiedlich — so war es damals, so ist es heute. Manche kommen, hören und gehen wieder. Andere erleben den Segen, den Gott auf ihre Arbeit legt. Und dann sind da noch diejenigen, die die Begegnung mit Jesus auf ganz neue Lebenswege führt.

Es muss ja nicht gleich ein Berufswechsel sein — kann es aber. Es müssen ja nicht gleich alle Prioritäten verschoben werden — könnten sie aber. Vielleicht sieht plötzlich das Leben ganz anders aus — auszuschließen ist es nicht. Rechnen wir mit der Möglichkeit, dass Gott so in unser Leben tritt und das Leben verändern kann?

Die Worte Jesu machen etwas mit einen: Sie werden angenommen oder aber verworfen. Man muss sich positionieren. Niemand geht ungerührt nach Hause. Die Worte gehen mit. Es gilt: Fürchte dich nicht! Jesus sagt es auch zu denen, die sich selbst nicht genug sind.

Fürchte dich nicht vor dem, was vor dir liegt. Ich bin mit dir, heute und an jedem Tag deines Lebens.
Amen


Jesus, der zu den Fischern lief (EG: 313)
1 Jesus, der zu den Fischern lief und Simon und Andreas rief,
sich doch ein Herz zu fassen, die Netze zu verlassen —
vielleicht kommt er auch heut vorbei,
ruft mich und dich, zwei oder drei,
doch alles aufzugeben und treu ihm nachzuleben.
2 Jesus, der durch die Straßen kam, den Mann vom Zoll zur Seite nahm
und bei ihm wohnen wollte, dass der sich freuen sollte —
vielleicht kommt er auch heut vorbei,
fragt mich und dich, zwei oder drei:
Wollt ihr mir euer Leben, und was ihr liebhabt, geben?
3 Der durch die Welt geht und die Zeit, ruft nicht, wie man beim Jahrmarkt schreit.
Er spricht das Herz an, heute, und sammelt seine Leute.
Und blieben wir auch lieber stehn —
zu wem denn sollen wir sonst gehn?
Er will uns alles geben, die Wahrheit und das Leben.

Fürbitte
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, stärke den Glauben und die Zuversicht, die Dinge, die vor uns liegen, gut zu überstehen.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, segne die tägliche Arbeit — innerhalb und außerhalb des Zuhauses.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, für die Menschen, die es in ihrem Leben nicht so gut getroffen haben, die einsam und untröstlich sind.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, für diejenigen, die glücklich sind, dass sie gesund und munter ihr Leben leben.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, hilf uns dabei, wenn wir auch Netze auswerfen, vom Glauben erzählen, dass der eine oder die andere darin hängen bleibt und sich für Gottes Botschaft öffnet.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, in der Stille bringen wir vor dich, was uns auf dem Herzen liegt, Gutes und Böses, Leichtes und Schweres; dir können wir alles hinlegen:
Stille
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Im Vertrauen darauf, dass du unsere Gebete hörst und sie dir zu Herzen nimmst, beten wir auch das Vaterunser miteinander:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir unserer Wege ziehen,
wenn wir zurückblicken und auch nach vorn.

Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir unsere Netze um Unterstützung, Freund*innen und Neues
mit Liebe auswerfen.

Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir wieder in den Alltag zurückkehren,
gestärkt durch Worte, Hoffnung und Lebensmut.

So segne und begleite euch der dreieinige Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Nachspiel: Finnegan Schulz - Fuge in C-Dur (Johann Sebastian Bach, BWV 547.2)

Andacht zum vierten Sonntag nach Trinitatis, 05.07.20

Hier können Sie die Andacht zum vierten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Wir feiern räumlich voneinander entfernt — und dennoch im Glauben miteinander verbunden:
Im Namen Gottes feiern wir, der uns das Leben schenkt und es bewahrt,
im Namen von Jesus Christus, der uns zu einem neuen, sinnvollen Leben befreit,
im Namen der Heiligen Geistkraft, die in uns die Sehnsucht und die Liebe wachhält.

Um Großes und Grundsätzliches geht es an diesem 4. Sonntag nach Trinitatis: Um das Gute und das Böse. Ähnlich wie Erich Kästners "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" klingen die Sätze des Apostels Paulus, mit denen er zum Gut-Tun und Gut-Sein auffordert: Kann er sich nicht denken, dass man mit diesen Vorgaben in der Welt nur scheitern kann? In diesen Tagen ist ein riesiges Netzwerk von Kinderschändern aufgedeckt worden... Das Böse versteckt sich hinter dem freundlichen Lächeln zigtausender Männer. Wie kann man ein solches Böses mit Gutem überwinden?

Ich lade Sie ein mit mir zu beten mit Worten, die dem 36. Psalm nachempfunden sind:

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Paulus beschreibt in dem Abschnitt aus dem Brief an die Gemeinde in Rom, dass die christliche Lebensgestaltung und -haltung nicht begrenzt ist auf die Zeit in der besonderen Gemeinschaft im Gottesdienst, vielmehr kann und soll sie das ganze Leben durchdringen.

Der Predigttext für heute steht im Römerbrief Kapitel 12, Vers 17-21: 17 Auch wenn euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht durch weiteres Unrecht zurück. Bemüht euch darum, allen Menschen gegenüber aufrichtig zu sein. 18 Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem gerechten Gericht Gottes Raum; denn es ist geschrieben: Die Rache liegt in meinen Händen, ich werde alles Unrecht vergelten, spricht die Lebendige.
20 Wenn dein Gegner hungert, gib ihm etwas zu essen. Wenn deine Feindin Durst leidet, gib ihr zu trinken. Ein solches Verhalten häuft glühende Kohlen auf ihrem Kopf auf. 21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege Böses mit Gutem.
(Übersetzung: Bibel in gerechter Sprache)

Predigt
Was ist das Böse?
Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Sie reichen vom Teufel über "Du-weißt-schon-wer" (aus Harry Potter) bis zu heutigen Regierungen und ihren Regierungschefs, die Menschen foltern, Kriege anzetteln und aufrechterhalten. „Das Böse“ reicht von einer unheimlichen, unbeschreiblichen Macht bis zum Streit unter Kindergartenfreunden "Der war gemein zu mir!" Das Böse ist nicht nur eine moralische Größe, aber irgendwie auch. Es ist schwer zu benennen, obwohl wir heute genau wie Paulus damals, von Bösem umgeben sind. Wir haben sogar durch die Medien viel mehr Möglichkeiten, uns das Böse vorzustellen. Auch der Mord an George Floyd wurde per Handy festgehalten. Und mit jedem Krimi kommt das Böse in unsere Wohnzimmer...

Das Böse sollen wir besiegen, sagt Paulus. Aber was meint er damit?
Paulus beschreibt das Böse ganz konkret: „Auch wenn Euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht mit weiterem Unrecht zurück“ (V.17) Er meint mit dem Bösen hier also eine ganz bestimmte Handlung, von Menschen herbeigeführt oder veranlasst. Unrecht tun, fällt nicht vom Himmel. Menschen tun es, die andere verleumden, übervorteilen, belügen, bestehlen, ihnen die Lebensgrundlagen entziehen und vieles mehr. Das Böse, das da gemeint ist, ist von Menschen gemacht. Es fügt persönlich Leid zu. Freundschaften und auch Familienbande kann es zerstören, Gesellschaften verunsichern und spalten, wenn Verdächtigungen oder Verleumdung oder Verschwörungstheorien gestreut werden. Die Angst, zu kurz zu kommen oder nicht geliebt zu werden, kann viel Unheil und viel Böses anrichten. Aber sie ist keine außerirdische Macht. Es sind die einzelnen Worte, die einzelnen Taten, von Menschen.
Sich umeinander zu bemühen und dem offenen Gespräch nicht auszuweichen, kann wieder zueinander und tieferem Verständnis führen. Das Gute gegen das Böse zu setzen, ist unsere Aufgabe, so Paulus.
Das Gute, so allgemein es zunächst klingt, hat Paulus ebenfalls in konkreten Handlungen beschrieben. Er ruft auf, unser Verhalten danach zu richten in Worten und Taten: „Zahlt Unrecht nicht mit Unrecht zurück — seid allen Menschen gegenüber aufrichtig — lebt mit allen in Gottes Frieden, rächt euch nicht selbst - auch Deinem Gegner, gib zu essen, deiner Feindin zu trinken". Dazu sind wir alle aufgefordert. Niemand von uns ist zu unbedeutend, zu alt oder zu schwach oder kann ja doch nichts ändern. Denn wovon und wie wir uns ernähren und kleiden, wie wir uns fortbewegen oder was wir in Anspruch nehmen, das hat Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen - und auf Gottes Schöpfung.
Deshalb ist es wichtig, auch beim ganz Alltäglichen bewusst zu entscheiden, was wir tun, oder lassen wollen. Ob es uns beispielsweise egal ist, dass Näherinnen in Bangladesch oder Osteuropäer in Deutschland unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen, ob die Urwälder abgeholzt und Völker von ihrem Land vertrieben werden... Raushalten können wir uns nicht! Alles, wofür oder wogegen wir uns entscheiden, was wir verbrauchen oder wofür wir uns einsetzen, soll aber das Gute befördern. Was Paulus meint, ist auch als Verantwortung für die Welt zu verstehen. Und es gibt keinen Bereich unseres Lebens, den wir da ausnehmen können. Paulus ruft zum Widerstand, auch zum Widerstand gegen die eigene Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit auf: Besiegt das Böse — besiegt es mit Gutem.

„Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden.“ (V.18) Wenn Menschen so miteinander umgehen, dann machte es damals, vor knapp 2000 Jahren, einen enormen Unterschied: Die so genannte Feindesliebe, die schon immer Gottes Gebot war, war in der Welt um die jüdischen und christlichen Gemeinden herum noch lange nicht an der Tagesordnung. Und sie ist es auch heute nicht. Aber der Unterschied ist doch kleiner geworden, vielleicht kaum mehr zu erkennen. Viele in der Welt würden eine friedensförderliche Haltung für sich beanspruchen, ohne dass sie dabei aus dem Glauben motiviert wären. Konsensbildung, Konfliktmanagement, Friedensdienste, Einsatz für Menschenrechte — dafür muss ich keine Christin sein, kein Christ. Die Haltung, die Paulus der Gemeinde in Rom ans Herz legt, haben auch ganz andere Weltanschauungen längst zu Eigen. Von uns wird es als eher als Standard erwartet.
Der Unterschied liegt darin, dass gläubige Menschen sich an Gott halten und von ihm motiviert und gestärkt werden. Unser Umgang mit dem Bösen, mit Unrecht, mit Durst und Hunger jeglicher Art gründen sich nicht einfach in einer Entscheidung oder einem Willensakt. Sie gründen sich, so formuliert es Paulus, in Gottes Frieden, den wir uns schenken lassen können — am Ende jeder Gottesdienstfeier wird uns Gottes Friede zugesprochen. Von ihm umfangen zu sein, das stelle ich mir etwa so vor: Da ist ein Raum, ein Zustand, der viel größer ist als das, was wir schaffen könnten. In diesem Raum, in diesem Zustand können wir wieder unseren Teil zum Frieden beitragen, mit unserer individuellen Gabe, begrenzt und doch beherzt. Wir müssen ihn jedoch nicht allein schaffen. Das können wir auch gar nicht. Gottes Frieden ist größer. So groß, dass wir uns und unsere Sehnsucht in seine Arme werfen können.
Daher auch die realistische Einschätzung von Paulus: „Soweit es auf Euch ankommt...“ (V.18). Ihr habt nicht alles in der Hand.
Christinnen und Christen lieben nicht alle anderen Menschen aus vollem Herzen. Müssen das nicht tun und können das nicht immer. Es gibt einfach Frauen, Männer und Kinder, mit denen wir nicht zurechtkommen. Es gibt Menschen, die uns sogar zuwider sind. Wir haben manchmal Feinde. Auch das verschweigt Paulus nicht. Doch dem Gebot der Nächstenliebe entsprechend haben auch sie unsere Liebe, das heißt unsere Achtung und unser Ernstnehmen, verdient. Wenn wir uns anders verhalten als erwartet, werden wir nicht die Menschen ändern, vielleicht aber das Zusammenleben.
Auch wenn es nicht immer möglich ist, mit allen Menschen friedlich zusammenzuleben, können wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, diesen Frieden mit anderen zu halten. Es geht nicht darum, Konflikte einfach unter den Teppich zu kehren. Wenn ein Streit ausgetragen wird, kann das durchaus ein Beitrag sein, das Böse mit Gutem zu besiegen. Nicht mit Anbiederung oder Unterwürfigkeit sollen wir reagieren, meint Paulus, sondern zu dem stehen, was als Gutes erkannt ist, und das auch vertreten ohne die andere Seite zu verachten. Mit Standfestigkeit, ja, aber nicht mit Gegengewalt.
Gottes Frieden ist das Eine. Das Andere: „Gebt Gottes Zorn Raum, lasst der Lebendigen die Rechtsprechung. (V.19) Dieser Gedanke lädt uns ein, unsere möglichen Rachegefühle oder Vergeltungsbedürfnisse im besten Sinne zurück zu stellen und Gott das Feld zu überlassen. Das ist viel leichter gesagt als gefühlt und getan. Gottes Zorn ist ein altes Bild für Gottes Leidenschaft, Gottes Engagement. Zorn gehört zur Vielfalt von Gottes Gefühlen wie die Liebe. Dabei geht es um die lange Beziehungsgeschichte zwischen Gott und uns Menschen. Um einen Bund, in dem alle zu ihrem Recht kommen können. Einen Bund, in dem wir unsere individuellen Bedürfnisse in ein größeres Ganzes stellen und doch satt werden sollen. Das ist die Verheißung. Weil bei Gott ganz andere Lösungen zum Frieden führen als in unserer Vorstellungskraft liegen.
„Soweit es auf Euch ankommt... Bemüht Euch!“ Das, was Paulus den Christinnen und Christen seiner Zeit schreibt, ist eine Lebensaufgabe: Um sie sollen wir uns bemühen solange wir atmen, denken und uns regen können. „Überwinde Böses mit Gutem“: Im Rahmen unserer Möglichkeiten können wir das, weil wir umfangen und getragen sind von Gottes Barmherzigkeit und seinem Frieden.
Amen


Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ (EG 503):
1) Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.
2) Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide,
als Salomonis Seide.
3) Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder,
Berg, Hügel, Tal und Felder.
4) Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen,
ins tiefe Gras gesprungen.

Wir beten
Gott, wir bitten dich um die Kraft, das Böse mit Gutem zu überwinden.

Es könnte so einfach sein: Das Gute tun, das Böse lassen.
Dem Bösen die Stirn bieten.
Dem Guten in der Welt Raum geben.
Phantasievoll dem Bösen begegnen.

Doch, Gott, du weißt, wie es aussieht:
Wenn wir uns umsehen, sind wir vom Bösem in vielerlei Gestalt umgeben.

Darum bitten wir dich: Lass uns nicht zurückgeben, was wir an Bösem empfangen.
Lass uns darauf bedacht sein, das Gute in der Welt zu vermehren, dem Bösen die Stirn zu bieten. Dazu brauchen wir Mut und Entschlossenheit, Bereitschaft, ein offenes Wort zu sagen und Augen, die auch das Verborgene sehen.

Gib uns Kraft und Standfestigkeit, Frieden zu halten. Nicht nur mit denen, die wir mögen, sondern auch mit den Menschen, die wir nicht leiden können. Lass uns dem Streit nicht ausweichen, lass uns nicht einwilligen in einen faulen Frieden. Gib uns Klarheit und Liebe zu allen Menschen.

Und für das, was wir nicht in der Hand haben, bitten wir dich, Gott:
Gib denen, die über andere entscheiden, ein liebevolles Herz und einen freundlichen Blick für die Menschen. Lass sie ihre Verantwortung für andere wahrnehmen.

Mit den vertrauten Worten, die Jesus uns ans Herz gelegt hat, beten wir:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Nachspiel: Compass von Thomas Bergersen, gespielt von Familie Halberstadt

Musikalische Sommergottesdienste

Wir freuen uns, dass wir wieder Gottesdienste feiern dürfen. Leider müssen wir auf das Gemeindesingen aus Infektionsschutzgründen weiterhin verzichten. Dafür laden wir abwechselnd Instumentalisten*innen in unsere Gottesdienste ein, um einer musikalischen Vielfalt zu lauschen!

Die Musik ist elementarer Bestandteil des Gottesdienstes ist und daher laden wir Sie ab dem 05. Juli zu einer neuen Reihe ein: Die musikalischen Sommergottesdienste in Niendorf. Jeden Sonntag, immer abwechselnd in der Kirche am Markt (10.00 Uhr) und in der Verheißungskirche (11.00 Uhr), wird ein/e Instrumentalist*in den Gottesdienst musikalisch bereichern. Wir wollen damit auch die finanzielle Notlage der freien Musiker und Musikerinnen unterstützen.

Anmeldung zur Teamer*innen-Ausbildung 14+ gestartet

14plus ist eine einjährige Teamer*innenausbildung für Jugendliche im Anschluss an die Konfirmation. Diese Fortbildung hat das Jugendpfarramt Hamburg-West/Südholstein in Kooperation mit den Gemeinden im Kirchenkreis entwickelt und verantwortet diese. Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen haben sich für diese Fortbildung zusammengetan, um jeweils circa 30 bis 40 Teamer*innen auszubilden. Nach einem gemeinsamen Starttag im September, kannst Du in vier Workshops und an einem Abschlusswochenende im Juni einen guten Ein- und Überblick in die Teamerarbeit gewinnen. Anmeldung und weitere Informationen bei unserer Diakonin Maike von Appen.

Anmeldeflyer 14+

Bachkantate

Am Pfingstsonntag feiert die Christenheit die Ausgießung des Heiligen Geistes. Unser Kirchenmusiker Finnegan Schulz feiert dieses christliche Fest mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach

Gelegentlich wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet und unsere Gemeinde wollte dieses Fest nutzen, um das 250-jährige Jubiläum unserer Kirche am Markt zu feiern. Im großen zentralen Festgottesdienst sollte die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 von Johann Sebastian Bach erklingen. Doch große Gottesdienste - das geht coronabedingt zur Zeit leider nicht. Was aber geht: Musizieren! Deswegen haben wir die Kantate einfach aufgezeichnet (selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln). Diese Kantate für Solosopran ist neben Streichern und Basso Continuo noch mit einer Trompete besetzt. Insbesondere der Sopran- und Trompetenpart dieser festlich jubilierenden Kantate verlangt den MusikerInnen ein hohes Maß an Virtuosität ab. Zusätzlich zur Kantate erklingt passend zu Pfingsten die Fantasie für Orgel über den Choral „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651. Der Cantus firmus findet sich hier stark vergrößert im Pedal der Orgel, darüber lassen im Manual virtuose 16tel-Figuren den „Feuertanz“ des Heiligen Geistes erahnen.

Ausführende:
Sonja Bühler, Sopran
Oliver Christian, Trompete

Gustav Frielinghaus, Violine I
Theresa Reustle, Violine II
Carlota Guijarro Alonso, Viola
Simon Schachtner, Cello
Paula Capracci, Kontrabass

Finnegan Schulz, Leitung und Orgel
Bachkantate

Fantasia super

Unsere Kirchen sind offen

Jeden Tag von 12 bis 13 Uhr haben die Kirche am Markt und die Verheißungskirche mit Beginn des Mittagsläuten für Stille und persönliches Gebet geöffnet.

Ein Pastor, eine Pastorin des Pfarrteams ist anwesend und steht auf Wunsch für Gespräch und Gebet zur Verfügung. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wie eine Alltagsmaske und der Mindestabstand sind natürlich auch in der Kirche einzuhalten.

Alltagshelden gesucht

Wir organisieren eine Niendorfer Nachbarschaftshilfe!

In diesen Tagen kommt es darauf an sich trotz Kontaktverboten nah zu sein, einander zu helfen und für einander Da zu sein. Wir möchten als Gemeinde ein Netzwerk gemeinsam mit anderen Organisationen im Stadtteil und sozialen Medien bilden, in dem man sowohl Unterstützung bekommen, als auch Hilfe anbieten kann. Viele Vereine und Initiativen bieten diese Alltagshilfe bereits an und auch wir möchten bei der Vermittlung unterstützen. Die Organisation übernehmen Pastorin Maren Trautmann und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Florian Weißler. Für Sie gibt es also zwei Möglichkeiten:
 
1. Sie brauchen Unterstützung beim Einkaufen, der Medikamentenbesorgung oder der täglichen Runde mit dem Hund. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, das heißt über 60 Jahre alt sind oder eine Vorerkrankung haben und deshalb die Wohnung nicht verlassen sollten, dann melden Sie sich bei uns. Bitte bedenken Sie, dass ihr Einkauf maximal 30 € kosten sollte, da die Helfenden in Vorkasse treten. Vor der ersten Lieferung werden wir telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Sie bekommen bei der ersten Lieferung auch einen Zettel mitgeliefert mit allen wichtigen Informationen in schriftlicher Form.

2. Sie bieten Ihre Hilfe an. Darüber freuen wir uns sehr. Zum Schutz aller Beteiligten bitten wir Sie auf Körperkontakt jeglicher Art zu verzichten, die allgemeinen Hygieneregeln selbstverständlich einzuhalten und auch die Wohnung der älteren Menschen nicht zu betreten. Wir bitten Sie außerdem einen Einkaufswert bis zu 30 € auszulegen. In der Regel erhalten Sie das Geld bei der Lieferung, alternative Regelungen würden wir vorher telefonisch mit Ihnen besprechen.

Gerade in diesen Zeiten wollen wir dieses Angebot so unbürokratisch wie möglich gestalten und bitten alle Beteiligten zur gegenseitigen Rücksichtnahme!

Der direkte Weg zu uns!
Telefon: 521 05 622 oder 180 73 821 
Mail:

Für die Vermittlung benötigen wir von Ihnen folgende Daten:
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Nur von den Helfenden:
    zeitliche Kapazitäten und Einsatzmöglichkeiten

Bringt den Stein ins Rollen!

Hoffnungszeichen Ostersteine - in Niendorf

Malen - suchen - finden - weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.

Wie geht's? Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...

Und was soll drauf?
Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte? wir sind gespannt! Auf der Rückseite #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben“. Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide?.. Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.

Und dann...?
Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen.

Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an uns unter als E-Mail versenden!

Steine liegen auch vor unseren Gemeindehäusern. Sonst melden Sie sich bitte bei uns!

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Die Stadt Hamburg hat im Rahmen der Corona-Lockerungen gottesdienstliche Angebote wieder erlaubt. Was das für uns in Niendorf bedeutet, erfahren Sie hier.

Den Rahmen für gottesdienstliche Angebote geben Hygienerichtlinien vor, von denen uns viele aus dem Alltag bereits vertraut sind. Ein eigens eingesetzter Ausschuss organisiert bereits, wie sie an unseren Niendorfer Standorten umgesetzt werden können. Zwischen „Lockdown oder lockern?“ verlief auch die Diskussion im Kirchengemeinderat (KGR). Wann können wir starten und wie wollen wir künftig feiern so ohne Gesang und mit Abstand? Was machen wir, wenn Pfingsten mehr Menschen kommen, als in den Kirchen erlaubt sind? An das traditionelle Open-Air-Event ist aufgrund des großen Zulaufs selbst Freiluft nicht zu denken. Schließlich fielen mehrheitlich folgende Entscheidungen: Dabei gilt auch für uns - wir fahren auf Sicht und müssen Entscheidungen gegebenenfalls anpassen. Interessant auch die „Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum kirchlichen Leben und weiteren Verlauf der Corona-Pandemie“.

Singverbot in Corona-Zeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bis auf Weiteres alle Chorproben und der Posaunenchor aufallen. Auch in den Andachten darf nicht gesungen werden. Unser Kantor und Organist Finnegan Schulz erklärt, warum.

Vieles ist noch unklar und nicht ausreichend erforscht beim neuen Virus Sars-CoV-2. Klar ist aber: Das Corona-Virus befällt hauptsächlich die Atemwege. Daher ist dies ist auch der Hauptübertragungsweg, über Atemluft, Speichel und Atemwegssekrete. Die Verbreitung erfolgt durch Aersole, die die Viren durch die Luft tragen. Forscher haben herausgefunden, dass diese Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich länger in der Luft bleiben.

Singen ist eine atemintensive Tätigkeit. Wir holen tief Luft, um eine Phrase zu singen. Während wir singen, bildet der Ausatemstrom an unseren Lippen den Ton und wir atmen deutlich länger aus. Dadurch ist es gut möglich, dass wir auch mehr Aerosol in die Luft geben. Außerdem kann es beim Singen in unserem Körper zu einer erhöhten Produktion von Schleim kommen, den wir dann unfreiwillig durch Husten oder Räuspern im Raum verteilen. Und: Wenn wir Konsonanten beim Singen besonders deutlich sprechen wollen (worüber ich mich als Chorleiter normalerweise immer sehr freue!), werden Spuckepartikel in Form von Tröpfchen ausgestoßen, die sich wiederum auch im Raum verteilen.

All diese Faktoren lassen vermuten, dass Singen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann, besonders in geschlossenen Räumen. Deswegen müssen wir, so schmerzhaft das für viele von uns ist, für das erste auf Singen im Gottesdienst und in den Chören unserer Gemeinde verzichten.

Wer sich weiter in diese Thematik einlesen möchte, kann das mit folgender Studie tun.

Jugendgottesdienst-Andacht

Moin Moin,
statt eines Jugendgottesdienstes kommen auch wir im Corona-April 2020 in die digitale Form einer Andacht zu Dir. JuGo ausfallen lassen? Das stand für uns nie zur Debatte.

Wie auch bei einem "live"-JuGo gibt es auch in dieser Andacht Lieder zum Mitsingen. Unser Kirchenmusiker hat uns netterweise bekannte Lieder aufgenommen.

Lass dich auf die kommende Texte ein und sei ganz bei Dir.
 

Jugendgottesdienst-Andacht

In folgenden Liedern & Texten sind wir im Glauben an den dreieinigen Gott, Gott, Jesus und Heiligen Geist miteinander verbunden.

Gebet zum Einstimmen:
Sprich gern ein Gebet, um mit Gott in Verbindung zu treten und um dich auf Folgendes bewusst einzulassen:
Guter Gott, so wie es mir gerade geht, bin ich hier, kommen ich zu Dir. Schau mich an und sei bei mir jetzt in dieser Zeit in der ich diese JuGo Andacht lese und erlebe.
Amen

Wir wollen das erste Lied singen: Weite Räume meinen Füßen
  • 1.Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf, zwischen Wagemut und Ängsten nimmt das Schicksal seinen Lauf, zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 2. Schritt ins Offne, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei, mit dem Risiko des Irrtums machst Du Gott, uns Menschen frei, mit dem Risiko des Irrtums machst du, Gott uns Menschen frei
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 3. Da sind Quellen sind Ressourcen, da ist Platz für Fantasie; zwischen Chancen und Gefahren Perspektiven wie noch nie, zwischen Chancen und Gefahren, Perspektiven wie noch nie
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 4. Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, das wir nicht verloren gehen, zu der Weite unsrer Räume lass uns auch die Grenzen sehn, zu der Weite unsrer Räume, lass uns auch die Grenzen sehn
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.

Wort Gedanken



Ungewissheit
In der Zeit, die im Moment herrscht, da stellt man sich häufig solche Fragen:
Wann ist das vorbei?
Kann ich im Sommer wie geplant in den Urlaub fahren?
Wird endlich eine Lösung gefunden?
Kann ich irgendwas tun, um die Situation zu verbessern?

Und so weiter...Aber das Problem ist, dass es nun einmal Fragen gibt, die man nicht beantworten kann und das wird einem eben in so einer Situation erst richtig bewusst, doch diese Fragen gibt es immer. Gerade, wenn man älter wird, da ist es eben nicht mehr gewiss, was Morgen, nächsten Montag oder nächstes Jahr passiert. Man kann nicht über alles Bescheid wissen und auch nicht über alles bestimmen. Es ist nicht möglich sein Leben vorzuplanen, da immer etwas Unerwartetes passieren kann. Niemand hat vor einem Jahr oder sogar am Anfang dieses Jahres erwartet, dass der Alltag und die Situation aller Länder sich so verändern kann. Doch das Schicksal hat uns eingeholt und uns etwas Unerwartetes gebracht. Das einzige, was jetzt hilft ist Vertrauen und Solidarität.

Vertrauen, weil wir eben nicht wissen, was passiert und jetzt auf Wissenschaftler, Politiker und Gott vertrauen müssen, dass es besser wird und wir mal die Zähne zusammenbeißen müssen, ohne wirklich selbst etwas ändern zu können. Es ist nicht einfach die Zukunft dem Zufall zu überlassen und es tut immer gut Bescheid zu wissen.

Solidarität, weil wir zusammenhalten müssen und gemeinsam durch die Zeit müssen in welcher der normale Alltag auf Eis gelegt und ein neuer entstanden ist. Wir können nicht vieles tun, doch das, was vielleicht helfen kann, dass ist es wert gemeinsam zu versuchen. Es gilt also: #StayHome oder auch #WirbleibenZuhause

Eine Aktion:
Mach mit:
Damit du/ Sie einen Teil in dieser Andacht mitgestalten kannst/ können, bitten wir Dich/Sie auf www.menti.com zu gehen und gib den Code: 615083 für unsere Umfrage ein. Gib deine Antwort(en) ein und dann kannst Du sogar Direkt unser gemeinsames Meinungsbild zu den dort gestellten Fragen ansehen



Hier findest du vollständigen Ergebnisse der Aktion.

Lass uns Fürbitte halten
Guter Gott,
wir bitten dich lass die Wissenschaftler schnell ein Gegenmittel, wie auch einen Impfstoff gegen das Coronavirus finden, damit nicht mehr so viele Menschen an dem Virus leiden müssen.

Guter Gott,
bei all der Ungewissheit und Angst, die wir gerade haben, wegen der Schule, dem Job oder einem Hobby, schenke uns Hoffnung, dass diese schwierige Situation bald vorüber ist.

Guter Gott,
schenke uns in dieser einsamen Zeit besonders viele Momente, wo wir mit unseren Freunden, Familie und Bekannten im Austausch sind, damit das Gefühl der Einsamkeit in keinem siegt und keiner in seinen eigenen Sorgen alleine ertrinkt.

Guter Gott,
sei bei all den Familien, die psychisch mit dieser Situation durch Einsamkeit nicht zurechtkommen oder durch diese Krankheit einen lieben Menschen verloren haben. Sei bei allen, die einfach mal wieder eine Umarmung brauchen. Halte uns alle in deiner geschützten Hand!

Guter Gott,
wir danke allen, die gerade jetzt mit vollem Eifer bei der Arbeit sind, damit wir etwas zu Essen, eine ärztliche Versorgung haben und damit die Politiker stressfrei arbeiten können.

Guter Gott,
sei bei uns und lenke uns ohne großen Schaden durch diese katastrophale Zeit kommen!

weltweit in Verbundenheit mit diesem uns allen einem Gebet, beten wir/ betest du:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen

Wir singen Möge die Straße uns zusammenführen
  • 1. Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein, sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 2. Führe die Straße, die gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab; hab´ wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 3. Hab´ unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt du bist schon tot.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 4. Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
Sei gesegnet:
Gott segne und behüte dich,
Gott lasse leuchten sein Angesicht auf Dich und sei Dir gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe Dir Frieden.
Amen

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.
 
Ausgaben unseres Newsletters GlaubeLiebeHoffnung

Wir sind für Sie da!

Trotz geschlossener Gemeindehäuser halten wir folgende Angebote für Sie bereit.

Stille + Segen to go

Den Tag beginnen mit einer halben Stunde schweigen: montags-freitags um 7.30 Uhr. In der Küche, dem Wohnzimmer, auf dem Balkon, bei einem Spaziergang im Gehege oder dem eigenen Garten. Gemeinsam geht auch so! Wir laden Sie herzlich ein, wenn Sie und Ihr auf die ganz eigene Art und Weise dabei seid.

An unseren Gemeindehäusern finden Sie außerdem Segens- und Psalmsprüche to go. Unter dem Motto "Nimm dir das, was du brauchst" (frei nach 2. Mose 16, 18) reißen Sie sich das ab, was Sie in dieser Zeit benötigen. Und seien Sie gewiss:
Wenn Sie das nächste Mal vor unseren Türen stehen, werden Sie wieder von Sprüchen to go empfangen werden.

Einfach mal schnacken

Wenn Sie Sorgen haben oder einfach mal reden möchten: Unsere Pastorinnen und Pastoren sind für Sie da.
  • Ute Andresen: 040 52630108
  • Daniel Birkner: 040 58915155
  • Maren Gottsmann: 040 320918 68
  • Dr. Hendrik Höver 040 57148312
  • Maren Trautmann: 040 18073821
  • Anke Zorn: 040 5511233

Ein Blick über den Tellerrand

Auch über unsere Gemeinde hinaus gibt es zahlreiche tolle Angebote. Wir möchten Sie ermutigen: Fühlen Sie sich eingeladen neue Wege zu gehen, Unbekanntes auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. Gerade jetzt wo fast alle kulturellen Angebote ausfallen müssen, ist genau die richtige Zeit seinen eigenen Horizont zu erweitern.
Ein besonderes Projekt ist das Balkonsingen der Evangelischen Kirche Deutschland. Die EKD ruft dazu auf, täglich um 19 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten "Der Mond ist aufgegangen" zu singen oder zu musizieren. Jeder und jede kann mitmachen, denn singen verbindet und tut gut. Machen Sie mit! Den Liedtext finden Sie hier.

Liedtext

Hoffnungsläuten - Glocken mittags um 12 als Zeichen der Hoffnung

Denk an das, was dich tröstet und stärkt.
Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!


Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen auf: In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit. Die Glocken erinnern: Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise.
Sie erinnern: Wir gehören zusammen!
Sie fragen uns: Was ist jetzt wichtig?

Glocken erreichen unsere Ohren und Herzen auch bei Ausgangsbeschränkungen in unseren Wohnungen, in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Orgelmusik zur Sterbestunde Christi

Am Karfreitag um 15:00 können Sie hier Orgelmusik gespielt von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz zur Sterbestunde Christi hören.

Liebe Gemeinde,
am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen in der ganzen Welt der Kreuzigung und dem Tod Jesu Christi. Für viele ist er ein Tag der Besinnlichkeit und der inneren Einkehr. In der Kirche am Markt gab es in der Vergangenheit am Karfreitag um 15.00 Uhr Musik zur Sterbestunde. Auch dieses Jahr sollte diese Musik stattfinden, mit der Dresdener Mezzosopranistin Marie-Louisa Reh und Kantor Finnegan Schulz an der Orgel. Aufgrund der aktuellen Situation kann diese Musik so nicht stattfinden. Damit Sie aber nicht ganz auf Musik zur Sterbestunde verzichten müssen, wird an dieser Stelle am Karfreitag um 15.00 Uhr eine etwa halbstündige Orgelandacht mit Finnegan Schulz als Video abrufbar sein. Die Pastoren Ute Andresen und Daniel Birkner werden Texte beisteuern. So haben Sie die Gelegenheit, in dieser aufgewühlten Zeit eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen und ganz persönlich dem Leiden und Sterben Jesu zu gedenken.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „O Mensch, bewein dein Sünde groß “ BWV 622

Hermann Schroeder (1904-1984)
Intermezzo op.9 Nr. 2

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6 über den Choral „Vater unser im Himmelreich“

Kreuzweg der Jugend

Wir, das Vorbereitungsteam der Aktion Wach nach 8, wollen dich ganz herzlich einladen, dich gemeinsam mit uns auf den Jugendkreuzweg zu begeben. Wir wollten diesen Kreuzweg in der Nacht zum Ostersonntag mit einigen Jugendlichen der Gemeinde begehen. Da dies und auch alle anderen Live-Veranstaltungen zu Ostern aufgrund der gegebenen Situation ausfallen müssen, dachten wir uns, wir teilen diese Aktion mit der ganzen Gemeinde. Denn nur weil wir unsere Gotteshäuser nicht besuchen können, heißt das ja nicht, dass wir unseren Glauben nicht leben und feiern können. Und nur weil irgendwo Jugend davorsteht, heißt das nicht, dass Erwachsene das nicht auch machen und davon profitieren können. Also, was erwartet dich auf diesem Jugendkreuzweg? Dich erwarten 6 Stationen des Kreuzweges Jesu. Jede Station besteht aus einer Ikone (Kult- und Heiligenbild), Text(en) zu der jeweiligen Ikone, Impulsfragen zum Thema und einem kleinen Gebet. Nimm dir, wenn du Lust hast eine Stunde Zeit und begebe dich auf den Weg.

Wir wünschen dir eine gute Zeit und ein gesegnetes Osterfest.

Die 7 Stationen des Kreuzweges als PDF-Download:

Station 1: (Ver-)Urteilen

Station 2: Schweres

Station 3: Kreuz

Station 4: Erkenntnis

Station 5: Endgültig

Station 6: Bedeutsam

Station 7: Segensreich

Ostern mit Kindern zu Hause

Ein Angebot für Familien zu Ostern

Alle Familien, die sich zu Ostern mit der Ostergeschichte beschäftigen möchten, werden hier auf unserer Homepage fündig.

Es gibt eine kurze Anleitung für euren Kindergottesdienst@Home und dann findet ihr die Geschichtsabschnitte zu den verschiedenen Stationen Jesu: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. So kann jede Familie Familiengottesdienst zu Hause feiern.

KiGo@Home Ablauf

Geschichte 1: Einzug in Jerusalem

Geschichte 2: Das Abendmahl

Geschichte 3: Abends in Jerusalem - Jesus geht zum Ölberg

Geschichte 4: Petrus verleugnet Jesus

Geschichte 5: Jesus lebt

Bastelidee zu Ostern: Hasen-Karte
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