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Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Niendorf

Wasser bereitet uns Freude

05.03.2018 | Ein Plädoyer für das Windsurfen

Ob fest, flüssig oder gasförmig, bei Durst, klebrigen Händen oder durstigen Blumen: Wasser bereitet uns Freude. Meine größte Freude mit Wasser habe ich beim Windsurfen. O, ich liebe das Windsurfen!

So ein herrlicher Wasser-Spaß. Schon im Anfängerkurs habe ich gejuchzt vor Freude, weil man es im warmen Neoprenanzug einfach ewig in der kalten Nordsee aushalten kann. Natürlich ist es auf dem Surfbrett anfangs ganz schön wackelig. Das Gleichgewicht leistet Schwerstarbeit! Allerdings ist ins Wasser zu fallen definitiv ein Teil des Vergnügens. Wenn man gefühlte 100 mal das Rigg (Segel mit Mast und Gabelbaum) aus dem Wasser gezogen hat, werden die Muskeln an Händen, Armen und Rumpf gestählt. Blaue Flecken werden Insignien von Heldentum und schmerzende Muskeln sind Erinnerungen an einen langen Tag auf dem Wasser.

Ganz gegen jeden Trend hat man beim Surfen (normalerweise) kein Smartphone dabei, checkt keine E-Mails und nimmt keine Telefonate an. Außerdem fliegt man sofort ins Wasser, wenn man mal zwei Sekunden nicht an das denkt, was man gerade macht. Bei viel Wind ist man so gefordert, dass man Zeit, Hunger und Durst genauso vergisst wie alle unerledigten Aufgaben und ungelösten Probleme. Nicht selten stellt sich dann ein unglaubliches Glücksgefühl ein. Mancher Surfer ist nach beendeter Surfsession so kaputt, dass ein Schläfchen direkt am Strand sehr verlockend ist.

Man darf beim Surfen ein Teil der Natur auf dem Wasser werden: Egal ob Graureiher, Kormoran oder Austernfischer, Surfen über Korallenriffe, kristallklares Wasser oder Seegrass, bunt schillernde Fische, das Glitzern der Sonne in den Wellen und das Lachen der Möwen: man ist ein Teil Gottes wunderbarer Schöpfung. Das so zu erleben, ist ein herrliches Geschenk.

Wenn wir erwachsen werden, verändert sich unsere Art zu spielen. Wir hören auf, uns gegenseitig mit größter Freude von der Luftmatratze zu schubsen. Windsurfen kann uns das zurückgeben. Es ist quasi „Baden mit Gerät“. Wind, Segel, Brett und Wasser spielen mit uns und wir mit ihm. Für erwachsene Spielkinder ist das Höchstgenuss.

Die Kirchengemeinde Niendorf bietet ein Surfcamp an. Vom 7.-14. September dürfen Wassersportbegeisterte ab 18 Jahren mit Dr. Hendrik Höver und mir[GudrunFliegner] nach Hvide Sande am Ringköbing Fjord in Dänemark fahren und Kiten, Wellenreiten und Windsurfen. Anfänger lernen bei der Surfschule vor Ort. Und sicher werden wir abends total kaputt, aber vor Glück breit grinsend zusammensitzen und uns die Wassersporterlebnisse des Tages erzählen. Singen und geistliche Impulse sind auch geplant.

Wir freuen uns über Anmeldungen!

Gudrun Fliegner

Mehr Infos: www.kirche-in-niendorf.de/surfcamp.