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Kirchliche Miniaturen

Seesterne kennen wir

11.12.2017 | In der Reihe "Kirchliche Miniaturen" stellen wir Ihnen heute den "Seekartenstern" vor

Seesterne kennen wir. Aber Seekartensterne?

In Niendorf gibt es sie seit einigen Jahren beim Adventsgestöber – dank einer findigen Susanne Golinski, die die großen Seekartenbögen aus einer Reederei nicht einfach dem Altpapier überlassen mochte und dank einer kreativen Luise Grube, die aus aller Art von Papier etwas Weihnachtliches schaffen kann.

Seekarten und Sterne. Beides passt gut zusammen, finde ich. Beides sind Wegweiser gerade da, wo es sonst keine Orientierung gibt. Sie leiten Menschen zu ihren Zielen und manchmal machen sie Mut, sich auch an Ziele zu wagen, die andere vielleicht verrückt finden.

Davon erzählt die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus. Nach dem Matthäus- Evangelium war es ein Stern, der die drei Sterndeuter zum Stall nach Bethlehem geführt hat. Die Auffälligkeit dieses Sterns habe sie gelockt, sich auf den Weg zu machen, so der Evangelist. Historisch hat es wohl weder eine auffällige Himmelserscheinung zu Jesu Geburt gegeben noch den aus den Krippenspielen so vertrauten Auftritt der drei Könige. Doch ich bin Matthäus dankbar für seine Darstellung der Weihnachtsgeschichte. Sie erzählt mir davon, wie wichtig es ist, Träume und Visionen im Blick zu behalten und sich immer wieder an ihnen zu orientieren.

„Binde deinen Karren an einen Stern.“ So formulierte es Leonardo da Vinci. Und… an welchen Stern werden Sie Ihren Karren binden? Vielleicht hilft Ihnen ein Seekartenstern!

mg