Immanuel-Haus Kirche am Markt Verheißungskirche Immanuel-Haus Kirche am Markt Verheißungskirche
 

Nachrichten

14.05.2012: Happy Birthday Nordkirche - Fusion Pfingsten 2012

Gottesdienste

20.05.12 10:00 Uhr: Immanuel-Haus - Gottesdienst mit Abendmahl

20.05.12 10:00 Uhr: Kirche am Markt - Gottesdienst

20.05.12 11:00 Uhr: Verheißungskirche - Gottesdienst

Kirchenmusik

03.06.12 17:00 Uhr: Jan Dismas Zelenka (1679-1745): Missa Dei Patris

Veranstaltungen

19.05.12 10:00 Uhr: Kleinbauern säen deine Zukunft

Spendenprojekte

Partnerschaftsarbeit Tanzania

Kirchliche Miniaturen

Geheimzeichen in der Kirche?

Klar, das gibt es. Für die ersten Christinnen und Christen in der Zeit der Verfolgungen konnte es lebensrettend sein: Ein Fisch in den Sand gezeichnet war unverfänglich - doch die Eingeweihten wussten sofort Bescheid. Das griechische Wort für Fisch setzt sich nämlich zusammen aus den ersten Buchstaben des griechischen Satzes: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter. Im Zeichen des Fisches konnte man einander Beistand und Schutz gewähren.

Ein gutes Symbol, das die Evangelische Südstadtgemeinde in Rostock zu DDR-Zeiten für ihre Kirchengemeinde auswählte. Seit fast 30 Jahren hängt eine Kopie ihres Gemeindelogos in der Verheißungskirche, ganz vorne am Taufbecken. Sein schmiedeeisernes Schwarz ist auf der Mauer leicht zu übersehen. Angefertigt von einem Rostocker Kirchenvorsteher sollte es die Verbundenheit der beiden damaligen Partnergemeinden in Rostock und Niendorf sichtbar machen.

Entstanden war die Partnerschaft, nachdem Gertrud Rohm aus unserer Gemeinde im Rahmen eines von Nordelbien aus organisierten Treffens von Kirchenvorständen in Ostberlin die Rostocker Pastorin Jutta Schnauer kennenlernte. Beide verstanden sich spontan, und so wurde 1979 die Gemeindepartnerschaft beschlossen. Viele Besuche und manche persönlichen Kontakte zwischen ChristInnen hüben und drüben wurden möglich, auch über die Wende hinaus. Die Partnerschaft ist inzwischen nicht mehr belebt.

Dass der Fisch vorne in der Verheißungskirche dennoch weiterhin seinen Platz hat, hat für mich mehr als nur nostalgische Gründe. Er erinnert mich daran, dass uns die christliche Gemeinschaft über Grenzen hinaus weist. Damit wir einander Beistand und Schutz gewähren, über sonst Trennendes und Befremdliches hinaus. Für die Fusion der bisherigen Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern zur „Nordkirche" am Pfingstsonntag wird es gemeinsame Fürbitten geben - in Rostock und Niendorf .   

Maren Gottsmann mit Dank an Frau Straßmann für die Informationen.

Puzzeln für Verheißung


Das ca. 10 cm „große“ Original der Fensterbilder in Verheißung

Am 4. Advent 1966 wurde unsere Verheißungskirche eingeweiht. Damals gab es wie heute einen gemeinsamen Kirchenvorstand für alle Bezirke. 1971 kam dann die Teilung, und ich wurde in den ersten Kirchenvorstand der Verheißungskirche gewählt. In den folgenden Jahren wurde immer wieder in den Sitzungen lebhaft über bunte Bilder in dem Fenster hinter dem Altar debattiert.

Ich gehörte und gehöre auch heute noch zu den Gegnern farbiger Bilder und meine, zur Architektur in unserer Kirche passen sie nicht. Auch hätte der Architekt Bunje dem sicherlich nicht zugestimmt. In meiner Vorstellung waren die Motive nur in schwarz gehalten, in etwa wie Scherenschnitte. Zur Adventszeit habe ich dann vier Kerzen für vier Segmente des Glasfensters gemacht. Einige Zeit danach fand ich in einem weihnachtlichen Heft das abgebildete Transparent. Ich habe dann alle ursprünglich farbigen Teile auf schwarzem Fotokarton vergrößert und auf Transparentpapier geklebt. So ist das Weihnachtsmotiv für das Fenster entstanden.

Es war wie ein Puzzle. Der ausgezogene Esszimmertisch war für einige Zeit am Tag großflächig belegt. Manchmal habe ich auch auf dem Fußboden gearbeitet. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Jahre danach habe ich dann für Karfreitag und Pfingsten auch noch Bilder gestaltet. Durch das ständige Kleben an die Fenster hat das Transparent immer wieder Risse bekommen. Deswegen hat sich im letzten Jahr der Bauausschuss entschlossen, die Motive auf Glas in feste Rahmen setzen zu lassen. Genau weiß ich nicht mehr, wann ich die Arbeiten gemacht habe, aber das Weihnachtsmotiv ist über dreißig Jahre alt und ich freue mich Heiligabend immer wieder, es ansehen zu können.

Luise Grube

Aufschrift am Glockenturm


Aufschrift am Turm der Verheißungskirche

Am 17. August 1966 beschloss der damalige Kirchenvorstand, der neuen Kirche und Gemeinde den Namen „Verheißungskirche" zu geben. Der entsprechende biblische Leitvers wurde außen in den Glockenturm eingemeißelt:

„Euch gilt die Verheißung und euren
Kindern, wie allen, die fern sind."
(Apostelgeschichte 2, 39).

Für diese besondere Platzierung des Verses bin ich dankbar. So wirkt der Vers wie ein Zuruf allen, die vorbeigehen: Den regelmäßigen GottesdienstbesucherInnen ebenso wie denen, die den Parkplatz benutzen oder einfach auf dem Weg zum Einkaufen oder zur U-Bahn sind, denen, die an Gruppen und Veranstaltungen teilnehmen oder Altkleider zum Container bringen.

Uns allen gilt dieser Zuruf, dass es jemanden gibt, der um uns weiß, der sich mit uns freut und mit uns trauert, dem wir so unendlich wertvoll sind, dass er, wie es an einer anderen Stelle der Bibel heißt, „seinen Engeln befohlen hat, uns zu behüten auf allen unseren Wegen." (Psalm 91, 11).

Maren Gottsmann

Geschenke aus Tansania


Geschenke aus Tansania

Die Partnerschaft mit Igolwa besteht seit 30 Jahren. Zunächst wurden Briefe geschrieben und dann regelmäßig Pakete mit Kleidung geschickt. Auch Nähmaschinen und weißes Tuch für kirchliche Gewänder gingen auf die weite Reise nach Tansania. Bei den gegenseitigen Besuchen werden Geschenke mitgebracht. In der Verheißungskirche sind einige Geschenke zu sehen, die der Gemeinde vom damaligen Propst Jona Twelve 1985 übergeben wurden.

Ein afrikanisches Kampfbeil sowie zwei Buschmesser, die benötigt werden, um im Urwald Wege zu schaffen: als Symbol dafür, dass für die Christen der Kampf gegen das Böse nicht endet. Außerdem ein Gefäß mit Deckel, in dem der Proviant zur Feldarbeit mitgenommen wird sowie ein Teller. Auf dem geflochtenen Herz ist zu lesen:

URAFIKI IGOLWA NA NINDORF,

was „Freundschaft zwischen Igolwa und Niendorf" heißt. Hoffentlich bleibt diese Freundschaft noch sehr lange erhalten. Vielen Dank an das Ehepaar Straßmann für die Beantwortung meiner vielen Fragen zur Tansania-Partnerschaft.

Birgit Mesterknecht

Ein Kreuz in der Veheißungskirche


„Für die Osterausgabe des präsent könnten wir doch das Kreuz in der Verheißungskirche vorstellen."

„Wieso, da ist ein Kreuz?... Ach so, das Altarkreuz! Stimmt, das ist ja ganz anders als in Kirchen sonst üblich, nicht so groß und mächtig."

„Und durch die Ziegelwand fällt es eigentlich kaum ins Auge. In den Gottesdiensten wird es extra angestrahlt."

„Es ist ja kein Kreuz, was sich einem aufdrängt. Es hat eine gewisse Leichtigkeit."

„Stimmt. Es hat nichts Bedrückendes oder Erschreckendes. Manche Kreuze erschlagen einen regelrecht, wenn man eine Kirche betritt."

„Statt auf den Gekreuzigten blicken wir auf einen Bibelvers. In der Vertikalen steht:

Alle Verheißungen erfahren in ihm das Ja, darum geschieht auch durch ihn das Amen Gott zu Lobe durch uns. (2. Korinther 1, 20).

In der Horizontalen heißt es:

Jesus Christus dem Sohne Gottes.

Zusammen bildet es gleichsam ein Kreuz im Kreuz."

„Könnte man sagen: Das Kreuz spricht zu uns?"

„Irgendwie schon. Es spricht von Verheißung und Erfüllung. Nicht von Todesqualen und Opfer, so wie es die Darstellungen des Gekreuzigten oft vermitteln."

„Ja, wenn ich mit Kindern solche Kreuzdarstellungen in Kirchen betrachte, benennen die sehr deutlich ihr Unbehagen und auch ihre Angst. Hier, bei unserem Kreuz, ist nichts davon."

„Das Kreuz stammt von dem Hamburger Bildhauer Klaus Luckey. Eingeweiht wurde es mit der ganzen Kirche am 18. 12.1966. Das Kreuz sollte ausdrücken, dass die Kirche offen ist für alle, die abseits stehen, die sich enttäuscht, resigniert oder skeptisch abgewandt haben. Für uns heute gilt das ja genauso."

 Im Gespräch: Birgit Mesterknecht und Maren Gottsmann